Björn Borg meldet Rekordumsatz und Führungswechsel im dritten Quartal
Die schwedische Sport- und Bekleidungsmarke Björn Borg AB hat ihren Zwischenbericht für den Zeitraum von Juli bis September 2026 veröffentlicht. Das Unternehmen erzielte sowohl beim Quartalsumsatz als auch beim Betriebsgewinn neue Rekordwerte. Gleichzeitig kündigte sich ein Wechsel an der Spitze des Unternehmens an.
Im dritten Quartal 2026 steigerte der schwedische Bekleidungskonzern seinen Nettoumsatz um 2,8 Prozent auf 308,23 Millionen schwedische Kronen (SEK), was 27,70 Millionen Euro entspricht. Im Vorjahreszeitraum hatte der Umsatz noch bei 299,79 Millionen SEK gelegen. Währungsbereinigt wuchs der Nettoumsatz um 2,5 Prozent. Die Bruttomarge verbesserte sich auf 54,6 Prozent, nach 52,5 Prozent im Vorjahreszeitraum.
Der Betriebsgewinn stieg um 17,8 Prozent auf 53,16 Millionen SEK, verglichen mit 45,12 Millionen SEK im dritten Quartal 2025. Der Nettogewinn legte um 14,6 Prozent auf 42,26 Millionen SEK zu. Das Ergebnis je Aktie erhöhte sich auf 1,68 SEK.
In den ersten neun Monaten bis Ende September 2026 belief sich der Nettoumsatz des Konzerns auf 807,25 Millionen SEK. Im Vergleichszeitraum 2025 hatte er 805,73 Millionen SEK betragen. Der Betriebsgewinn stieg im Neunmonatszeitraum um 24,3 Prozent auf 111,78 Millionen SEK.
Entwicklungen nach Vertriebskanälen und Märkten
Das digitale Direktgeschäft mit Endkund:innen trieb das Umsatzwachstum im dritten Quartal maßgeblich an. Der Umsatz im eigenen E-Commerce stieg um 16,1 Prozent auf 60,05 Millionen SEK. Die Erlöse aus dem eigenen Onlinehandel und über externe Onlinehändler erhöhten sich zusammen um 17,3 Prozent auf 143 Millionen SEK. Im Großhandel legte der Umsatz um drei Prozent auf 223,82 Millionen SEK zu.
Die Erlöse in den unternehmenseigenen stationären Geschäften gingen infolge von Filialschließungen um 13 Prozent auf 20,93 Millionen SEK zurück. Auf vergleichbarer Fläche betrug der Rückgang drei Prozent.
Die Entwicklung in den einzelnen Märkten fiel unterschiedlich aus. Schweden, der größte Markt des Konzerns, verzeichnete ein Umsatzplus von sechs Prozent auf 119,75 Millionen SEK. In Deutschland stiegen die Erlöse deutlich um 34 Prozent auf 30,99 Millionen SEK. Auch Dänemark mit einem Zuwachs von 31 Prozent auf 16,81 Millionen SEK und Belgien mit einem Plus von 21 Prozent auf 10,16 Millionen SEK entwickelten sich positiv. In den Niederlanden blieb der Umsatz mit 62,57 Millionen SEK stabil, während die kleineren Märkte einen Rückgang von 25 Prozent auf 29,26 Millionen SEK verzeichneten.
Bei den Produktkategorien stieg der Umsatz mit Unterwäsche um fünf Prozent auf 158,47 Millionen SEK. Das Segment Sportbekleidung legte um sechs Prozent auf 90,77 Millionen SEK zu. Das Schuhgeschäft verzeichnete hingegen einen Umsatzrückgang von neun Prozent auf 26,99 Millionen SEK. Bei Taschen sanken die Erlöse sogar um 47 Prozent auf 8,7 Millionen SEK. Sonstige Produkte, darunter Bademode und Socken, erzielten dagegen ein Umsatzplus von 43 Prozent auf 29,42 Millionen SEK.
Henrik Bunge kündigt Rücktritt als CEO an
In einer separaten Mitteilung kündigte CEO Henrik Bunge seinen Rücktritt nach zwölf Jahren an der Unternehmensspitze an. Er soll noch bis Ende März 2027 im Amt bleiben und dem Unternehmen anschließend als Senior Adviser beratend zur Seite stehen.
„Es war ein Privileg, Björn Borg zwölf Jahre lang zu leiten“, erklärte Bunge. „Gemeinsam haben wir eine Unterwäschemarke in eine Sportmarke verwandelt, bei der das Training im Mittelpunkt steht. Jetzt ist der richtige Zeitpunkt für die Übergabe an eine Person, die Björn Borg weiter voranbringen kann. Ich freue mich darauf, einen reibungslosen Übergang zu unterstützen“, so Bunge.
Der Verwaltungsrat unter dem Vorsitz von Johanna Schottenius hat nach Unternehmensangaben bereits ein Auswahlverfahren zur Bestimmung einer Nachfolge eingeleitet.
„Henrik hat Björn Borg mit großem Engagement und klarer Führung weiterentwickelt und so die Position des Unternehmens als Sportmarke gestärkt“, sagte Schottenius. Sein Fokus auf profitables Wachstum, die Unternehmenskultur und die Entwicklung der Mitarbeitenden sei entscheidend für den Erfolg gewesen. Der Verwaltungsrat konzentriere sich nun darauf, eine geeignete Nachfolge zu finden, die auf der starken Position der Marke aufbauen könne.
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