Bonprix: Halbjahresumsatz wächst um drei Prozent

Der Textilfilialist Bonprix hat seinen Umsatz im ersten Halbjahr 2017/18 erneut gesteigert. Die positive Entwicklung verdankte die Tochter des Hamburger Handels- und Dienstleistungskonzerns Otto Group deutlichen Zuwächsen in einigen Auslandsmärkten.

Am Montag verkündete das Unternehmen, dass der Umsatz in den Monaten März bis August im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um drei Prozent gestiegen sei. Während die Erlöse in Deutschland das Vorjahresniveau knapp verfehlten, wurden in Frankreich, den Niederlanden, Polen, Tschechien und Brasilien zweistellige Zuwächse erzielt. „Im neunten Jahr in Folge blickt Bonprix im ersten Halbjahr 2017 auf ein profitables Wachstum mit erfreulichen Entwicklungen in europäischen Märkten“, heißt es in einer Mitteilung. In den USA, wo Bonprix mit der Marke Venus vertreten ist, lag die Steigerungsrate nach Angaben des Unternehmens immerhin im „hohen einstelligen Prozentbereich“.

Im Fokus des Unternehmens steht der Ausbau der digitalen Angebote

Zuletzt konzentrierte sich der Bekleidungshändler auf die Erweiterung seiner digitalen Kapazitäten. So wurde im ersten Halbjahr „in den Ausbau von Teams sowie in technologische Infrastruktur und Entwicklungen insbesondere in der IT und im E-Commerce“ investiert. Im Juni erschloss das Unternehmen zudem mit Norwegen einen weiteren Online-Markt. Die dortigen Kundinnen können seither den Online-Shop und die App von Bonprix nutzen. Damit ist das Unternehmen nun in dreißig Ländern mit seinem Online-Shop vertreten. Mobiles Shoppen über die App ist in 14 Märkten möglich. Einkäufe mittels Smartphone und Tablet hat der Einzelhändler als „wichtigen Wachstumstreiber“ ausgemacht: „Rund 50 Prozent des weltweiten Online-Umsatzes von Bonprix werden inzwischen über mobile Endgeräte generiert“, erläuterte das Unternehmen.

„Die digitale Entwicklung von Bonprix macht uns wirklich stolz“, ergänzte Kai Heck, der als Geschäftsführer bei für die Bereiche Finanzen, IT und Services zuständig ist. „Vor 20 Jahren sind wir mit dem ersten Webshop in Deutschland an den Start gegangen. Heute haben wir uns an der Spitze etabliert – nicht als Händler oder Plattform, sondern als Modemarke mit unseren eigenen Produkten.“

Angesichts der Fortschritte bei der „konsequenten Digitalisierung des Geschäftsmodells“ blickt Heck zuversichtlich auf die kommenden Monate: „Wir sind in einer herausfordernden ersten Geschäftsjahreshälfte weiter gewachsen und haben wichtige Investitionen in die digitale Zukunft getätigt“, erklärte er. „Ich bin daher optimistisch, dass sich unser Wachstum bis zum Ende des Geschäftsjahres noch erhöhen wird.“

Foto: Otto Group
 

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