Bonprix steigert Halbjahresumsatz um sieben Prozent

Der Bekleidungshändler Bonprix hat seinen Wachstumskurs im ersten Halbjahr 2016/17 fortgesetzt. Im Zeitraum von Anfang März bis Ende August sei der Umsatz im Vergleich zum Vorjahr um sieben Prozent gesteigert worden, teilte das zum Hamburger Otto-Konzern gehörende Unternehmen am Montag mit. Auch das Ergebnis wuchs entsprechend. Nach Angaben von Bonprix lag die Rendite auf EBT-Basis „mit deutlich über fünf Prozent auf dem starken Vorjahresniveau“.

Besser als geplant entwickelten sich die Zahlen in Deutschland. Dort stieg der Umsatz trotz schwieriger Rahmenbedingungen im Textileinzelhandel um sechs Prozent. Das Unternehmen machte namentlich die Kampagne zum dreißigjährigen Gründungsjubiläum für den vergleichsweise hohen Zuwachs verantwortlich. Diese war auf den erfolgreichen Online-Shop zugeschnitten, der als „zentrale Kommunikationsplattform“ fungierte.

In Deutschland wuchs der Umsatz um sechs Prozent, in wichtigen internationalen Märkten sogar zweistellig

Im Ausland, wo das Unternehmen mittlerweile etwas mehr als die Hälfte seines Umsatzes erwirtschaftet, fielen die Steigerungsraten noch höher aus. „In vielen westeuropäischen Märkten verzeichnet Bonprix ein klar zweistelliges Wachstum, beispielsweise in Frankreich und Benelux“, erklärte das Unternehmen. Auch in den USA waren die Hamburger erfolgreich: Dort wuchsen die Erlöse mit der Fashion- und Bademodenmarke Venus um knapp 15 Prozent. Zweistellig zulegen konnte Bonprix auch in „neuen Märkten“ wie Brasilien und der Türkei.

„Die Marktbedingungen im internationalen Textilhandel sind in vielen Ländern schwierig. Vor diesem Hintergrund bin ich äußerst zufrieden, dass wir unseren Wachstumskurs in der ersten Hälfte dieses Geschäftsjahres so deutlich fortsetzen konnten“, sagte Marcus Ackermann, der Vorsitzende der Geschäftsführung. Auch für das zweite Halbjahr ist er zuversichtlich. „Die Prognose für das Gesamtjahr ist positiv; wir werden im achten Jahr in Folge rentabel wachsen“, erklärte der scheidende Chef. Ackermann wird zum Jahreswechsel in den Vorstand des Mutterkonzerns Otto Group wechseln und dort die Verantwortung für den Bereich Multichannel Distanzhandel übernehmen.

Bonprix will weiter in digitale Angebote investieren

Einen Grund für den Erfolg in einer schwächelnden Branche sieht das Unternehmen in der „konsequenten Digitalisierung des Geschäftsmodells“. So hat sich Bonprix mit entsprechenden Apps auf die steigende Bedeutung von mobilen Endgeräten im Online-Einzelhandel eingestellt. Inzwischen würden sechzig Prozent der deutschen Kunden „den Online-Shop über mobile Endgeräte ansteuern“. Weltweit seien es immerhin fünfzig Prozent. Das schlägt sich auch in den Zahlen nieder: „Der Umsatzanteil am E-Commerce durch Mobile liegt heute sowohl in Deutschland als auch international bei rund 40 Prozent“, teilte das Unternehmen mit.

Hier sieht Ackermann aber noch ungenutztes Potenzial: „Wir werden die technologischen Möglichkeiten im Digital Commerce weiter konsequent ausschöpfen und in die notwendige Infrastruktur sowie BI-Technologien investieren, um unsere Kunden mit persönlichen und inspirierenden Angeboten zu begeistern“, erklärte er.

Foto: Otto Group
 

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