Das Präsidium des Bundestags des Deutschen Textileinzelhandels (BTE) tagte Anfang November und gab für den Einzelhandel wichtige Empfehlungen bekannt. Konstatiert wurde, dass der Umsatz per Ende Oktober im mittelständischen Modehandel im Durchschnitt rund drei Prozent unter dem Vorjahr liegen dürfte.

Wegen des anhaltend sommerlichen Wetters in den letzten Wochen blieb vor allem herbstliche Übergangsware in den Regalen der Händler liegen; der BTE warnt jedoch vor intensiven Rabattaktionen in den verbleibenden Wochen des Jahres.

„Allerdings kann sich die Modebranche frühe und umfangreiche Preisreduzierungen nach dem bereits schwierigen Frühjahrsgeschäft überhaupt nicht leisten. Stattdessen müssten die Preise noch möglichst lange weitgehend stabil bleiben, um in diesem Jahr noch eine halbwegs ausreichende Rendite zu erzielen. Aktuell sind lediglich Reduzierungen mit Augenmaß sinnvoll, aber keine Rotpreis-Wellen. Hier muss man auch mal den Mut aufbringen, Preisreduzierungen des Wettbewerbs auszusitzen!“, heißt es in einer Pressemitteilung vom Donnerstag.

Als Gegenmaßnahme empfiehlt der BTE, Mitarbeiter zu schulen, damit sie Kunden mehr Aufmerksamkeit entgegenbringen und so Frequenzverluste kompensieren, wie bereits bei einigen Unternehmen geschehen. Zudem sollten Einzelhändler darauf achten, dass Kunden ihre Geschäfte bequem erreichen können und gerade das Einkaufen in der Stadt möglichst angenehm gemacht wird.

Als „überaus ärgerlich“ bezeichnet das BTE-Präsidium die Situation rund um die Sonntagsöffnung. „Gesetzliche Vorstöße in einzelnen Bundesländern haben nicht dazu geführt, dass es auf diesem Gebiet zu mehr Rechts- und Planungssicherheit kam. Zum Teil wurde die Zahl der Sonntagsöffnungen sogar zurückgefahren“, resümiert es und empfiehlt: „Um im Wettbewerb mit dem expansiven Online-Handel nicht weiter benachteiligt zu werden, wünscht sich das BTE-Präsidium daher einen bundesweiten Vorstoß, der eine unproblematische Ladenöffnung an vier Sonntagen ermöglicht.“

Zuletzt verwies der BTE auf zwei Fernlehrgänge für die Aus- und Weiterbildung von Verkaufsmitarbeitern, die flexibel genutzt werden können und keine Fehlzeiten verursachen. Am 8. Januar 2019 (Anmeldeschluss: 7. Januar) starten zwei Fernlehrgänge für Bekleidung und Schuhe, die sechs Monate laufen und von der Staatlichen Zentralstelle für Fernunterricht zugelassen sind.

Der Lehrgang „Bekleidung verkaufen mit Herz und Verstand“ vermittelt in fünf monatlichen Lehrbriefen mit je rund 50 Seiten umfangreiche Kenntnisse über Damen- und Herrenoberbekleidung sowie über erfolgreiche Verkaufsgespräche. Er kostet 214,20 Euro brutto (180 Euro netto) beziehungsweise 10 Prozent weniger für EHV-Mitglieder. Der Schuh-Lehrgang „Wissen erweitern – Beratung verbessern – Erfolg steigern“ besteht ebenfalls aus fünf leicht verständlichen Lehrbriefen mit je rund 70 Seiten zu den Themen Bedarfsermittlung, Fußgesundheit, Schuhmaterialien und –pflege sowie Verkaufsgespräch und kostet 157,08 Euro brutto für Auszubildende beziehungsweise sonst 196,35 Euro.

 

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