C&A Foundation Studie: Eine nachhaltige Modebranche wäre bis 2035 möglich

Nachhaltigkeit ist in aller Munde, aber in der Modebranche selbst herrsche noch keine Klarkeit darüber, wie der Pfad zu einer nachhaltigen Zukunft aussehen soll. Daher hat die Stiftung des Bekleidungsfilialisten C&A eine Studie in Auftrag gegeben, derzufolge eine nachhaltige Modeindustrie bereits 2035 möglich wäre.

"Eine der großartigen Ergebnisse dieser Untersuchung ist, dass sie von nicht möglich, zu möglich geht. Die Experten sagen, dass es mit den richtigen Anstrengungen tatsächlich möglich ist”, sagte *Kacper Nosarzewski *, *Partner beim Prognoseunternehmen 4CF *und einer der Mitautoren der Studie, in einer Mitteilung am Montag.

Die Studie hat 25 führende Experten weltweit zu 14 Konzepten befragt, die zu einer nachhaltigen Modeindustrie führen und sie gebeten diese nach Effektivität und zeitlicher Erreichbarkeit zu bewerten. Beispielsweise erwarten die Experten, dass eine neue Generation an wasser- und energiesparenden Fasern und Technologien es innerhalb von acht Jahren schon in den Mainstream schaffen könnte. Dagegen erwarten sie, dass faire und existenzsichernde Löhnen frühestens 2030 in der Modeindustrie verbreitet sein könnten.

C&A Foundation Studie: Eine nachhaltige Modebranche wäre bis 2035 möglich

Ein neues System mit radikal anderer Konsumkultur und Geschäftsmodellen

Allerdings kann eine nachhaltige Modeindustrie, die unterm Strich positive Auswirkungen auf Menschen und Umwelt hat, nur erreicht werden, wenn es zu einer radikalen Änderung des derzeitigen Systems kommt, heißt es in dem Bericht. Mehr als die Hälfte der befragten Experten geht davon aus, dass die Fortzusetzung der derzeitigen Bemühungen nicht ausreichen wird, um eine positive Änderungen herbeizuführen. Im Kern des neuen Systems stünde eine fundamental veränderte Konsumentenkultur und neue Geschäsftmodelle, die sich um mehrmalige Benutzung, Recycling und Kreislaufwirtschaft drehen.

Die Studie ergibt auch, dass die Experten den Großteil der 14 Konzepte mittelfristig, also innerhalb der kommenden 10 Jahre, schon für erreichbar halten. Dazu gehören die erweiterte Herstellerverantwortung für Restposten und Abfälle sowie die Einrichtung von Arbeiter geführten Initiativen, die für eine Einhaltung der Menschenrechte in der Lieferkette sorgen.

Zusammenfassend kann man sagen: Alle Ideen und Technologien für eine nachhaltige Modeindustrie scheinen laut Studie schon da zu sein, sie müssen nur den notwendigen, entscheidenden Schub durch Gesellschaft, Unternehmen und Politker bekommen. Die Frage bleibt jedoch, ob das in den kommenden 16 Jahren geschehen wird.

Bild: Grafik | Screenshot Studie

 

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