Die Aufwertung des Schweizer Frankens gegenüber dem Euro hat dem Bekleidungskonzern Calida die Halbjahreszahlen verdorben. Negative Währungseffekte trugen maßgeblich dazu bei, dass der Umsatz der Schweizer mächtig schrumpfte und der Gewinn regelrecht einbrach.

In den ersten sechs Monaten des laufenden Jahres belief sich der Umsatz der Calida-Gruppe auf 168,1 Millionen Schweizer Franken (158,3 Millionen Euro). Er lag damit um 14,8 Prozent unter dem entsprechenden Vorjahresniveau. Bereinigt um Wechselkursveränderungen sanken die Erlöse um 4,8 Prozent. Der Konzern ist für Schwankungen im Verhältnis von Franken und Euro besonders anfällig, weil er etwa drei Viertel seiner Umsätze im Euroraum erwirtschaftet.

Das Ergebnis litt entsprechend stark unter den Wechselkursveränderungen: Der operative Gewinn (EBIT) sank um 62,4 Prozent auf 3,4 Millionen Schweizer Franken. „Etwa zwei Drittel des tieferen EBIT“ seien auf Währungseffekte zurückzuführen, erklärte das Unternehmen. Der Nettogewinn schrumpfte von 5,2 auf 0,7 Millionen Schweizer Franken.

Die einzelnen Segmente des Konzerns, der sich durch die Übernahme der Lafuma-Gruppe im Herbst 2013 vom Wäschespezialisten zum breit aufgestellten Unternehmen wandelte, das seither auch Outdoorbekleidung, Sportartikel und Möbel anbietet, entwickelten sich unterschiedlich. Die Stammmarke Calida musste einen Umsatzrückgang um 7,7 Prozent auf 55,5 Millionen Schweizer Franken hinnehmen, was jedoch weitgehend den Wechselkursveränderungen geschuldet war. Währungsbereinigt sanken die Erlöse lediglich um 1,0 Prozent.

Auch beim Lingerie-Label Aubade waren die Erlöse rückläufig Das Unternehmen begründete die „nicht zufriedenstellende“ Entwicklung mit der starken Abhängigkeit der Marke vom zuletzt schwächelnden französischen Markt. Die Umsätze der Millet Mountain Group, in der die Outdoor- und Bergsportmarken Millet, Eider und Lafuma geführt werden, sowie des Segments Oxbow sanken jeweils um einen zweistelligen Prozentsatz. Positiv entwickelte sich lediglich die Furniture-Sparte. Für die zweite Jahreshälfte erwartet das Unternehmen eine „dem ersten Halbjahr vergleichbare Geschäftsentwicklung“ sowie eine „saisonal bedingt höhere Profitabilität“.

 

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