China hat erneut mit Vergeltung gedroht, sollten die USA weiter Strafzölle verhängen. Die zuletzt von den USA beschlossenen Zölle seien eine Verletzung von Absprachen zwischen US-Präsident Donald Trump und dem chinesischen Präsidenten Xi Jinping, die beide auf dem G20-Gipfel in Osaka getroffen hätten. Das schrieb Chinas Finanzministeriums am Donnerstag in einer knappen Mitteilung. Für den Fall neuer Zölle wird China demnach mit «Gegenmaßnahmen» reagieren.

China hatte bereits mit Konsequenzen gedroht, nachdem Trumps Regierung Anfang August die neuen Strafzölle von 10 Prozent auf chinesische Importe im Wert von rund 300 Milliarden US-Dollar angekündigt hatte. Diese sollten ursprünglich von September an in Kraft treten. Die US-Regierung verschob allerdings am Dienstag die neuen Strafzölle auf zahlreiche Konsumgüter - darunter etwa Smartphones, Laptops und Spielzeug - überraschend bis zum 15. Dezember. Konkrete Maßnahmen, die China ergreifen will, erwähnte die Mitteilung der Chinesen am Donnerstag nicht.

An den Märkten nahm die Furcht der Investoren vor einer weiteren Eskalation des Zollstreits weiter zu. Die Aktienkurse brachen weiter ein. (dpa)

 

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