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"Circular Hub”: Gucci eröffnet Zentrum für zirkuläre Luxusmode in Italien

Von Jule Scott

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Gucci Herbst/Winter 2023. Bild: Spotlight Launchmetrics

Das italienische Modehaus Gucci lanciert den "Circular Hub”, ein Zentrum für zirkuläre Luxusmode in Italien.

Ziel des neuen “Circular Hub” ist es, die Umstellung des Produktionsmodells der italienischen Modeindustrie hin zur Kreislaufwirtschaft zu beschleunigen. Hierfür werde die gesamte Wertschöpfungskette – von Materialien, über Design bis hin zur Logistik – neu definiert, teilte Gucci am Dienstag mit. Das Zentrum soll als offene Innovationsplattform für den Entwurf und die Herstellung zirkulärer Luxusprodukte dienen und neue Möglichkeiten erforschen.

Der Circular Hub wurde konzipiert, um die Prinzipien der Kreislaufwirtschaft zu erforschen und auf Mode und Luxusgüter anzuwenden, so die Mitteilung. Zu den Initiativen des Projekts gehören ein Forschungs- und Entwicklungszentrum, die Unterstützung von zirkulären Logistikmethoden und industrielle Kooperationspartnerschaften. Außerdem hat sich das italienische Modehaus auch die Entwicklung einer zentralen Verwaltungsplattform für die Rückverfolgbarkeit von Materialien und für die Überwachung der ökologischen und wirtschaftlichen Auswirkungen der Produkte auf die Fahne geschrieben.

Zirkularität ‘Made in Italy’

Das Thema “Circular Made in Italy” spielt für das Zentrum ebenfalls eine große Rolle. Durch die Bemühungen des Florentiner Modehauses sollen die ökologischen und sozialen Auswirkungen der italienischen Produktions- und Lieferketten minimiert werden.

„Die Kreislaufwirtschaft fördert eine Vision, die den gesamten Produktionszyklus ab den Rohstoffen einbezieht: Sie stellt eine große Herausforderung und eine Chance dar, das ‘Made in Italy’ noch stärker und wettbewerbsfähiger zu machen”, so Antonella Centra, Executive Vice President, General Counsel, Corporate Affairs & Sustainability bei Gucci. „Mit dem Start des Circular Hub haben wir die Verantwortung und vor allem den Rahmen, um einen Weg für die Luxusindustrie der Zukunft zu schaffen. Durch gemeinsame Ziele und die Bündelung von Ressourcen, Know-how und Synergien wird die Einrichtung es der gesamten Luxuslieferkette und insbesondere den kleinen und mittleren Unternehmen – dem pulsierenden Herzen der Industrie unseres Landes – ermöglichen, eine aktive Rolle zu spielen, und zwar mit dem innovativen Geist, der das italienische Know-how weltweit einzigartig macht.”

Mutterkonzern Kering unterstützt die Initiative

Unterstützung erhält Gucci dabei von seinem Mutterkonzern Kering. Das Zentrum wird in der Toskana angesiedelt und bezieht die Produktionsstätten und Lieferanten des Luxusgüterkonzerns, zu dem auch Marken wie Balenciaga und Saint Laurent gehören, mit ein. Im Laufe der Zeit sollen die Aktivitäten des “Circular Hubs” auch auf die anderen Marken in dem Portfolio von Kering ausgeweitet werden.

Die Initiative sei zudem im Einklang mit Italiens Aufbau- und Resilienzplans und den Klimazielen der EU-Kommission für 2030. Der Aufbau- und Resilienzplan gilt als Italiens Reaktion auf die Covid-19-Pandemie und sieht Reformen und Investitionen vor, die dem Land dabei helfen sollen, nachhaltiger und widerstandsfähiger zu werden, so die Website der Europäischen Kommission. Da die Initiative mit dem Plan einhergehe, wurden Fördergelder zur Forschung und Entwicklung beantragt.

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