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Climatex: Erfolgreiche Finanzierungsrunde und neue CEO

Das Schweizer Textiltechnologieunternehmen Climatex will seine internationale Expansion vorantreiben und investiert in die nächsten Schritte. So hat das Unternehmen gerade eine Finanzierungsrunde über 3,2 Millionen Schweizer Franken (rund 3,5 Millionen Euro) abgeschlossen und zugleich Camilla Skjønning Jørgensen zur designierten CEO ernannt.

Leadinvestor der Finanzierungsrunde ist der Collateral Good Textile & Fashion Innovation Fund, zudem beteiligten sich bestehende Investoren erneut. „Wir freuen uns, Climatex beim Eintritt in seine nächste Wachstumsphase zu unterstützen“, erklärt Michael Kleindl, Gründungspartner bei Collateral Good. „Die patentierten zirkulären Textiltechnologien des Unternehmens sind weltweit einzigartig, durch eine umfangreiche Patentfamilie stark geschützt und bereit für die Skalierung.“ Mit dem frischen Kapital will Climatex seine Marktposition im Bereich zirkulärer Textiltechnologien ausbauen sowie Vertrieb und Marketing stärken.

Das Unternehmen entwickelt und lizenziert innovative Technologien für recyclingfähige Textilkonstruktionen. Im Zentrum stehen lösliche Konstruktionsfäden, die während der Nutzung Stabilität gewährleisten, am Ende der Lebensdauer jedoch eine kontrollierte Demontage, Materialtrennung und eine hochwertige Materialrückgewinnung ermöglichen. Zu den Innovationen gehören die Technologien „Weavelock“, „Stitchlock“ und „Knitlock“, die in bestehende industrielle Produktionsprozesse integriert werden können. Für die letzten beiden Technologien hat Climatex erst kürzlich zwei neue Patente angemeldet.

Neue CEO: Camilla Skjønning Jørgensen

Camilla Skjønning Jørgensen, designierte CEO von Climatex. Credits: Climatex

Parallel zur Finanzierungsrunde baut das Unternehmen seine Führung aus: Camilla Skjønning Jørgensen übernimmt als designierte CEO die Aufgabe, die Technologien in globalen Märkten zu skalieren. Die Managerin verfügt über mehr als 20 Jahre Erfahrung in der Textil- und Modeindustrie, unter anderem in den Bereichen Nachhaltigkeit, Innovation und Geschäftsentwicklung entlang der gesamten Wertschöpfungskette. Ihr Fokus soll auf der internationalen Positionierung der Climatex-Technologien in Segmenten wie Workwear, Mode und Interior liegen.

"Jahrzehntelang konzentrierte sich Innovation auf Fasern der nächsten Generation. Aber sehr wenig Beachtung wurde darauf gelegt, wie Produkte hergestellt werden – und das bestimmt, ob sie in der Praxis recycelt werden können", sagt Camilla Skjønning Jørgensen. "Climatex ist in der Wirkung disruptiv, aber nicht in der Umsetzung. Es integriert sich direkt in die aktuellen Lieferketten, ohne größere Investitionen zu benötigen.»

Im Zuge des Führungswechsels ziehen sich die bisherigen Co-CEOs Adrian Obrist und Patric Rupp aus dem operativen Geschäft zurück, bleiben jedoch Mitglieder des Verwaltungsrats. Einen genauen Zeitpunkt für den Führungswechsel hat Climatex noch nicht kommuniziert.

Mit der Finanzierung und dem Managementwechsel will Climatex seine Technologieplattform weiter skalieren. Ziel ist es, zirkuläre Textilkonstruktionen bereits auf der Ebene von Garnen und Nähten zu verankern, sodass Produkte von Beginn an auf Demontage und hochwertiges Recycling ausgelegt sind.


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