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CmiA Stakeholder-Konferenz bezieht gesamte textile Wertschöpfungskette ein

Die diesjährige 9. Ausgabe der Cotton made in Africa (CmiA) und Competitive African Cotton Initiative COMPACI Stakeholder-Konferenz, die am 19. und 20. Oktober in der äthiopischen Hauptstadt Addis Abeba stattfand, stellte den Aufbau der gesamten textilen Wertschöpfungskette ganz oben auf die Tagesordnung.

Ein gutes Beispiel ist das Land Äthipien selbst, das erst seit diesem Jahr bei der CmiA-Initiative dabei ist. Hier wird Baumwolle sowohl angebaut als auch für den internationalen Handel zu Textilien weiterverarbeitet. Statt das „weiße Gold“ nur zu exportieren, investiert das Land aber auch in den Aufbau der gesamten textilen Wertschöpfungskette. Mit 94,1 Millionen Menschen ist Äthiopien das bevölkerungsreichste afrikanische Land nach Nigeria. Es gibt derzeit rund 9000 CmiA-Farmer, und laut der Beraterfirma McKinsey ist Äthipien ein Standort der Textilproduktion „mit hohem Wachstumspotential“.

„Wir freuen uns, mit CmiA in Äthiopien die Grundlage für eine Textilindustrie zu liefern, in der Nachhaltigkeit vom Feld bis zum Produkt eine maßgebliche Rolle spielt. Diese kann zu einer verbesserten Wertschöpfung in Äthiopien beitragen und Millionen Menschen zu Arbeit und Wohlstand verhelfen“, sagte Tina Stridde, Geschäftsführerin von Cotton made in Africa.

Chinesische, türkische, US-amerikanische, indische und europäische Bekleidungshersteller zeigen bereits Interesse an Äthiopien, das von einigen bereits „Afrikas Bangladesch“ genannt wird und über einen großen heimischen Markt verfügt sowie eine wachsende Zahl geschulter Arbeiter und einer allgemein großen Arbeiterschaft, und haben bereits Investitionen im Land getätigt oder schauen sich gerade nach ihnen um.

Jaswinder Bedi, Geschäftsführer der African Cotton and Textiles Industries Federation (ACTIF), betonte ebenfalls die immense Bedeutung, die der Aufbau textiler Wertschöpfungsketten in Afrika habe, da er Millionen von Menschen die Chance auf Beschäftigung gebe und so soziale Katastrophen, die Menschen zwinge, über das Mittelmeer nach Europa zu fliehen, verhindere.

Als meistgenutzter Rohstoff der weltweiten Textilproduktion bietet Bauwolle Millionen von Menschen in Afrika die Möglichkeit, einen Lebensunterhalt zu verdienen. Subsahara-Afrika ist der fünftgrößte Baumwollexporteur der Welt (nach den USA, Indien, Australien und Brasilien) und Baumwolle wird von 3,4 Millionen kleinen und Kleinstbauern angebaut und beschäftigt so direkt oder inderekt mehr als 20 Millionen Menschen. 700.000 von ihnen, über zehn Länder verteilt, sind Teil der CmiA-Initiative. Baumwolle spielt daher eine große Rolle bei der Bekämpfung von Armut und der Ernährungssicherung.

Auf der Tagesordnung der Konferenz standen auch wichtige Punkte wie Maßnahmen zur Frauenförderung und der Einsatz biologischer Schädlingsbekämpfungsmittel als Teil von CmiAs und COMPACIs kontinuierlichen Anstrengungen um einen verbesserten Schutz der Umwelt und die Förderung der kleinbäuerlichen Familien, die am Anfang der textilen Kette stehen. Ein weiteres Thema war der Ausbau der Farmer Business Schools, die den CmiA-Kleinbauern und Kleinbäuerinnen betriebswirtschaftliche Grundkenntnisse vermitteln und ihre ökonomische Eigenständigkeit fördern.

Cotton made in Africa (CmiA) ist eine Initiative der Aid by Trade Foundation (AbTF), deren Ziel ist, durch Handel Hilfe zur Selbsthilfe zu leisten und so maßgeblich zur Armutsbekämpfung in Subsahara-Afrika beizutragen. Zudem sollen die sozialen, ökonomischen und ökologischen Lebensumstände von Baumwollkleinbauern nachhaltig verbessert werden.