Colloseum ist insolvent

Der Modehändler Colloseum hat Insolvenz angemeldet.

Die Einleitung des Insolvenzverfahrens wurde am Amtsgericht Duisburg beantragt, wie das Oberhausener Unternehmen am Donnerstag mitteilt. In Deutschland sind davon 1200 Mitarbeiter und 136 Stores betroffen. Dazu kommen weitere 400 Mitarbeiter aus Österreich und dem Baltikum, wo Colloseum 65 Geschäfte betreibt.

Als vorläufiger Insolvenzverwalter wurde der Axel Schwentker bestellt. Gemeinsam mit dem Partner, der Kanzlei Schwentker Bückmann aus Oberhausen, “sollen gemeinsame Wege gesucht werden, das Unternehmen zu sanieren. Der Geschäftsbetrieb bleibt aufrechterhalten. Es ist beabsichtigt, die Löhne und Gehälter der Mitarbeiter vorzufinanzieren”, heißt es in der Mitteilung.

„Der stationäre Handel in der Fast Fashion Branche war in den letzten Jahren herausfordernd, aber die Auswirkungen der Corona Pandemie und die Schließung unserer Stores haben uns nun besonders hart getroffen. Wir werden alles unternehmen, die Colloseum Unternehmensgruppe zu erhalten“, sagte sich Chief Operations Officer Christina Stach in der Mitteilung.

Stach wurde, nach eigenen Angaben im sozialen Netzwerk Linkedin, im Februar zum COO ernannt und ist erst seit November Teil des Unternehmens. Zuvor war sie beim Personaldienstleister Adecco in Düsseldorf tätig.

Der Colloseum-Onlineshop ist zur Zeit geschlossen. Auf der Website erinnert lediglich eine Notiz an die digitale Präsenz des Unternehmens: “Unser gesamtes Team hat in den vergangenen Wochen mit Hochdruck daran gearbeitet, dass wir euch in diesen schwierigen Zeiten unsere Produkte online zur Verfügung stellen können. Aufgrund der angespannten weltweiten Lage können wir die Verfügbarkeit des gesamten Sortiments aber leider nicht mehr garantieren. In der aktuellen Situation sind wir nicht in der Lage, euch das gewohnte Colloseum Einkaufserlebnis zu bieten. Wir bitten daher um Verständnis, dass wir unseren Onlinestore kurzzeitig schliessen werden. Wir hoffen, dass wir bald wieder wie gewohnt für euch da sein können.”

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Foto: Colloseum

 

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