Dänisches Modelabel Bruuns Bazaar meldet Insolvenz an

Eine Institution der dänischen Modebranche ist zahlungsunfähig: Am Montag teilte das Label Bruuns Bazaar mit, dass es Insolvenz anmelden musste.

Zwar habe das Modehaus seine finanziellen Verbindlichkeiten reduzieren können und „den halben Weg zum Turnaround geschafft“, es sei aber nicht gelungen, „eine ausreichende langfristige Finanzierung für den zweiten Teil des Sanierungskonzepts zu sichern“, erklärte Bruuns Bazaar in einer Mitteilung. Die zusätzlichen Mittel wären für die Weiterentwicklung von Marketing und Vertrieb nötig gewesen. Das Unternehmen sah sich daraufhin gezwungen, Insolvenz anzumelden – und entschuldigte sich bei „seinen tüchtigen Mitarbeitern und Geschäftspartnern im In- und Ausland“. Trotz der „Bereitschaft der Eigentümer, einen zweistelligen Millionenbetrag beizusteuern“, sei keine „langfristige finanzielle Lösung“ gefunden worden.

Bruuns Bazaar war 1994 von den Brüdern Bjørn und Teis Bruun gegründet worden. Das Label stand für einen unkomplizierten und erschwinglichen skandinavischen Minimalismus und war lange eines der Aushängeschilder der dänischen Modeszene. Zwischenzeitlich arbeitete dort Rebekka Bay, die für den schwedischen Bekleidungskonzern Hennes & Mauritz das ambitionierte, stilistisch verwandte Konzept COS mitentwickelt hatte, als Chefdesignerin. Zuletzt war Lene Borggaard als Creative Director für die Kollektionen von Bruuns Bazaar verantwortlich.

Foto: Bruuns Bazaar
 

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