Dank solidem Umsatzplus: Mulberry kann Jahresverlust deutlich verringern

Der britische Lederwaren-Spezialist Mulberry Group Plc konnte im Geschäftsjahr 2025/26 ein Umsatzplus erzielen und seinen Verlust deutlich verringern. Das geht aus einem Geschäftsbericht hervor, den das Unternehmen am Mittwoch veröffentlichte.

In den 52 Wochen vor dem 28. März belief sich der Konzernumsatz demnach auf 125,5 Millionen Britische Pfund (147,1 Millionen Euro), was einer Steigerung um vier Prozent gegenüber dem Vorjahr entsprach. In der zweiten Jahreshälfte beschleunigte das Unternehmen seinen Aufwärtstrend deutlich und erzielte ein Umsatzplus von elf Prozent. Positiv entwickelte sich der eigene Einzelhandel, dessen Jahreserlöse auf vergleichbarer Fläche um neun Prozent zulegten.

Kostensenkungen sorgen für Fortschritte beim Ergebnis

Die Bruttomarge verbesserte sich aufgrund der Einschränkung von Rabattaktionen von 67 auf 72 Prozent. Die Betriebskosten wurden durch striktes Kostenmanagement um zehn Prozent auf 96,2 Millionen Britische Pfund gesenkt.

So fiel der ausgewiesene Verlust vor Steuern deutlich geringer aus als im Vorjahr. Er sank von 32,2 auf 8,9 Millionen Britische Pfund. Bereinigt um Sondereffekte verringerte er sich von 24,1 auf 8,0 Millionen Britische Pfund.

Das bereinigte Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (EBITDA) belief sich auf 0,8 Millionen Britische Pfund, nachdem im Vorjahr noch ein entsprechender Fehlbetrag von 16,8 Millionen Britischen Pfund verbucht werden musste. Der auf die Anteilseigner entfallende Nettoverlust sank von 30,8 auf 8,4 Millionen Britische Pfund (9,9 Millionen Euro).

CEO Baldo sieht das Unternehmen bei seinen Reformen auf Kurs

CEO Andrea Baldo sieht das Unternehmen bei seinen Reformbestrebungen auf Kurs: „Im Januar 2025 habe ich meine unmittelbaren Prioritäten definiert: die Rentabilität wiederherstellen, die Bruttomarge ausbauen und in Markeninitiativen investieren. Ich bin mit den Fortschritten zufrieden, die wir in Bezug auf diese Ziele erzielt haben“, erklärte er in einem Statement.

In den vergangenen Monaten hatte die Traditionsfirma einige wichtige Schritte gemacht. Im Frühjahr wurde Christopher Kane zum Creative Director für Ready-to-wear ernannt, um zusätzliche Produktkategorien zu erschließen. Zudem stärkte das Unternehmen seine Wholesale-Präsenz in Großbritannien durch Kooperationen mit namhaften Einzelhändlern wie John Lewis, Liberty, Flannels und Harvey Nichols.

Im ersten Quartal des laufenden Geschäftsjahres konnte Mulberry weitere Zuwächse erzielen. In den 13 Wochen vor dem 27. Juni stieg der Konzernumsatz im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um 23 Prozent. Die Einzelhandelserlöse legten dabei um 18 Prozent zu, auf vergleichbarer Basis sogar um 21 Prozent. Alle Regionen verzeichneten nach Angaben des Unternehmens zweistellige Zuwächse auf vergleichbarer Basis.

Mulberry startet stark ins neue Geschäftsjahr

Im jüngsten Quartal stiegen die Retail-Erlöse in Großbritannien um 17 Prozent, Europa verzeichnete ein Plus von 35 Prozent. Nordamerika legte um 23 Prozent zu, während der Einzelhandelsumsatz im asiatisch-pazifischen Raum auf berichteter Basis um 28 Prozent zurückging, auf vergleichbarer Basis jedoch um 32 Prozent zulegte. Der Umsatz im Wholesale- und Franchise-Geschäft wuchs gegenüber dem Vorjahreszeitraum um 56 Prozent.

Angesichts der aktuellen Entwicklung bestätigte das Management seine mittelfristigen Finanzziele. Angepeilt wird also weiterhin ein Jahresumsatz von über 200 Millionen Britischen Pfund sowie eine bereinigte EBIT-Marge von 15 Prozent.


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