Deichmann steigert Jahresumsatz und peilt weiteres Wachstum an
Der Handelskonzern Deichmann SE konnte im vergangenen Geschäftsjahr den widrigen Marktbedingungen trotzen. Der Umsatz habe 2025 eine Höhe von rund 8,9 Milliarden Euro erreicht und das Niveau des Vorjahres damit um mehr als zwei Prozent übertroffen, teilte der Schuhanbieter am Montag mit.
Etwa 70 Prozent seines Gesamtumsatzes erzielte der Konzern nach eigenen Angaben im Ausland. In Deutschland beliefen sich die Erlöse auf etwa 2,7 Milliarden Euro. Insgesamt verfügte die Unternehmensgruppe zuletzt über rund 4.700 Filialen – davon 1.300 in Deutschland – sowie 40 Onlineshops in mehr als 30 Ländern.
Für 2026 setzt das Unternehmen nach eigenen Angaben weiterhin auf „moderates Wachstum und Modernisierung“. Geplant seien „über den neuen Unternehmenscampus hinaus etwa Investitionen in die Modernisierung des Filialnetzes, den Ausbau der digitalen E-Commerce-Plattform und der Omnichannel-Services sowie in die IT“, teilte der Konzern mit. Damit stärke der Einzelhändler „seine Wettbewerbsfähigkeit und das Kundenerlebnis nachhaltig“.
„Wir sind uns der anhaltend unsicheren politischen und wirtschaftlichen Lage bewusst“, betonte der Verwaltungsratsvorsitzende Heinrich Deichmann in einem Statement. „Deshalb handeln wir als Unternehmensgruppe weiterhin kostenbewusst und mit Augenmaß – und investieren gezielt dort, wo es der nachhaltigen Unternehmensentwicklung dienlich ist. So halten wir unser Familienunternehmen resilient und zukunftsfähig.“
Als „starkes Zeichen der Zuversicht“ bezeichnete der Konzern die Errichtung eines neuen Atriumgebäudes auf dem Gelände der Firmenzentrale in Essen. Der vom international renommierten Architektenbüro Gerkan, Marg und Partner (GMP) entworfene Bau wurde am Montag feierlich eröffnet.
„Der Neubau ist Ausdruck unserer positiven Entwicklung und ein nachhaltiges Bekenntnis zu unserem Heimatstandort Essen“, erklärte Heinrich Deichmann. „Wir investieren damit in die Zukunftsfähigkeit unseres Familienunternehmens und schaffen moderne, inspirierende Arbeitswelten für unsere Belegschaft. Mit dem Neubau schaffen wir in der Essener Zentrale Raum für insgesamt rund 1.500 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter.“
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