Desigual und Enduring Ventures geben verbindliche Übernahme-Angebote für Pronovias ab
Der spanische Brautmode-Anbieter Pronovias befindet sich derzeit in einem Bieterwettstreit. Übernahmeangebote für das Unternehmen, das laut Berichten kurz vor einem Insolvenzantrag steht, gaben unter anderem der spanische Bekleidungsanbieter Desigual und der US-Investmentfonds Enduring Ventures ab.
Es ist das jüngste Kapitel des Niedergangs der spanischen Brautmodengruppe. Dieser begann mit dem Verkauf von Pronovias durch Alberto Palatchi an den britischen Private-Equity-Fonds BC Partners im Jahr 2017. Die Transaktion wird als Ursache für die finanziellen Schwierigkeiten angesehen, mit denen das Unternehmen seither zu kämpfen hat.
Seit Dezember 2022 gehört Pronovias den Private-Equity-Firmen Bain Capital und MV Credit, die im September 2024 von der US-Firma Clearlake übernommen wurde. Die derzeitigen Eigentümer unternahmen zuletzt erfolglose Versuche, den Brautmode-Spezialisten neu zu beleben. Ende November 2025 leiteten sie daraufhin einen Verkaufsprozess ein, der allerdings scheiterte. Daraufhin verfolgten sie eine neue Strategie, um das Kapital von Pronovias komplett zu veräußern.
Die Übernahme soll im Rahmen eines Insolvenzverfahrens erfolgen
Ende Januar erschienen erste Berichte, denen zufolge Capital und Clearlake beschlossen hätten, ein gerichtliches „Pre-Pack“-Verfahren einzuleiten, um den Verkauf von Pronovias zu beschleunigen und abzuschließen. Dieses Vorgehen wurde mit der drohenden Insolvenz der Brautmodengruppe begründet. Unter der Aufsicht des zuständigen Handelsgerichts in Barcelona wurde das Beratungsunternehmen FTI Consulting als unabhängiger Sachverständiger für die erste Phase des Prozesses bestellt. Für diese Phase einigten sich die Eigentümer der Gruppe auch auf die Entlassung von Cristina Alba Ochoa. Sie stand seit Juli 2025 als CEO an der Spitze von Pronovias.
Ende vergangenen Jahres wurde die Leitung des Unternehmens in die Hände von Abencys gelegt, einer auf Sanierungen spezialisierten Anwaltskanzlei. Seither wurde es von einem Team geleitet, zu dem Esther Alfonso, Antonio Arenas und Luis Martín, einer der Gründungspartner von Abencys, gehörten. Martín übernahm daraufhin den Verwaltungsratsvorsitz bei der Pronovias-Gruppe.
Derzeit werden die Offerten geprüft
Im Rahmen dieser ersten „Pre-Pack“-Phase haben verschiedene Investmentfonds und interessierte Unternehmen Übernahmeofferten unterbreitet. Laut der Wirtschaftszeitung El Economista sah der Zeitplan von FTI Consulting vor, das Verfahren zur Angebotsabgabe in der letzten Märzwoche abzuschließen. Daran sollte sich eine zweiwöchige Frist für die Interessent:innen anschließen, um eine Due-Diligence-Prüfung bei Pronovias durchzuführen. Diese Phase ist nun Berichten zufolge abgeschlossen.
Berichten zufolge ist FTI Consulting nun dabei, die Prüfung der verschiedenen für Pronovias eingegangenen Gebote abzuschließen Dieser Prozess wird voraussichtlich nur noch wenige Tage dauern. Sobald eine Entscheidung getroffen ist, wird sie der Geschäftsführung der Gruppe mitgeteilt. Unter den Vorschlägen gelten die verbindlichen Angebote des spanischen Modeunternehmens Desigual und des US-Investmentfonds Enduring Ventures als die aussichtsreichsten.
Sobald FTI Consulting das beste Angebot für Pronovias ausgewählt hat, wird die Unternehmensleitung die für ein solches Verfahren üblichen Schritte einleiten. Sie wird einen Antrag auf freiwillige Insolvenz stellen und das Angebot des ausgewählten Bieters beifügen.
Pronovias befindet sich weiter im Abwärtstrend
Damit beginnt die zweite Phase des „Pre-Pack“-Verfahrens. Diese soll mit dem beschleunigten Verkauf der Geschäftseinheit von Pronovias an den ausgewählten Bieter nach gerichtlicher Genehmigung abgeschlossen werden.
Berichten zufolge schloss Pronovias das jüngste Geschäftsjahr 2025 mit einem Jahresumsatz von 88 Millionen Euro ab. Dies entspricht einem Rückgang um 15,4 Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Der Verlust vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (EBITDA) belief sich auf neun Millionen Euro. Damit setzte das Unternehmen seinen seit 2019 andauernden Negativtrend fort.
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