Der harte Wettbewerb im Inland macht der deutschen Modeindustrie zu schaffen. Die Gesamterlöse der heimischen Hersteller seien im vergangenen Jahr um 4,4 Prozent auf 6,5 Milliarden Euro gesunken, teilte der Modeverband GermanFashion am Montag in Düsseldorf mit. Die Zahlen des Statistischen Bundesamtes beinhalten nur Firmen mit mindestens 50 Mitarbeitern. Die Branche hat aber zahlreiche kleinere Firmen - bezieht man diese mit ein, schätzt der Verband den Branchenumsatz auf rund 11 Milliarden Euro.

Herbe Nachfrage-Einbrüche gab es bei Wäsche, aber Oberbekleidung - ob Hemden oder Pullover - verkauften die deutschen Hersteller weniger als zuvor. Mehr verkauft wurde hingegen Berufsbekleidung.

Ein positiver Trend konnte sich fortsetzen: Erneut verbuchten die heimischen Klamottenhersteller höhere Exporte, im vergangenen Jahr stiegen diese um rund neun Prozent. Vor allem die Nachfrage aus Polen, Tschechien und Russland zog an. Wichtigster Exportmarkt ist die Schweiz, auch dort wurde mehr deutsche Mode gekauft als zuvor.

Die deutschen Hersteller setzen bei ihrer Produktion schon seit langem auf das Ausland, mit großem Abstand das wichtigste Importland bleibt China. Auf Platz 2 in dem Ranking liegt Bangladesch.

"Die Branche ist angesichts der schlechten Umsätze nicht gerade in Euphorie", sagte Verbandspräsident Gerd Oliver Seidensticker. 2019 rechnet er mit einem weiteren Umsatzminus, dies dürfte aber weniger stark ausfallen als zuvor. (DPA)

 

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