Deutschland: Verbraucher:innenstimmung stabil auf niedrigem Niveau

Die Kauflaune in Deutschland bleibt in Zeiten internationaler Krisen und schwacher Konjunktur auf niedrigem Niveau.

Für den Juli prognostizieren die Konsumforschungsinstitute GfK und NIM nur eine geringfügige Aufwärtsbewegung. Die Einkommenserwartungen, die bereits im vergangenen Monat angestiegen waren, legten erneut leicht zu.

Laut einer am Donnerstag in Nürnberg veröffentlichten Studie der Konsumforschungsinstitute ist der Indikator für das Konsumklima insgesamt im Juli auf minus 29,2 Punkte gestiegen, von zuvor revidiert minus 29,7 Punkten. Analyst:innen hatten mit einer stärkeren Erholung der Konsumlaune gerechnet und waren im Schnitt von einem Wert von minus 28,0 Punkten ausgegangen.

Aufschwung zeichnet sich noch nicht ab

„Die Anschaffungsneigung verharrt im pessimistischen Bereich und auch die Sparneigung geht nicht zurück“, sagte NIM-Konsumexperte Rolf Bürkl. „Ein Aufwind in Richtung Vorkriegsniveau zeichnet sich daher noch nicht ab.“ Jedoch würden die Friedensverhandlungen für den Konflikt im Nahen Osten und der Rückgang der Rohölpreise die Inflationssorgen der Verbraucher mildern und die Konjunkturerwartungen wieder etwas aufhellen.

Weiterhin hoch ist die Sparneigung der Deutschen. Der seit Anfang des Jahres beobachtete leichte Rückgang sei damit zum Stillstand gekommen.

Für die Studie haben die Nürnberger Konsumforscher:innen zwischen 4. und 15. Juni 2.000 Menschen befragt. Auftraggeber für die Erhebung ist die EU-Kommission.


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