Digitale Transformation für neue Kooperationsmodelle erforderlich
Die Modebranche steht 2026 vor einer grundlegenden Neuausrichtung der Beziehung zwischen Marken und Einzelhändler:innen. Nico Wartenbergh, ehemaliger Chief Technology Officer (CTO) der niederländischen Kaufhauskette de Bijenkorf und des ebenfalls niederländischen Kosmetikunternehmens Rituals, stellt fest, dass das traditionelle Einkaufsmodell unhaltbar geworden ist. In seiner Präsentation während der ‘GS1 - WAIR 24h Circular Fashion Journey’ beleuchtet Wartenbergh die Notwendigkeit einer Verschiebung des Betriebskapitals und die entscheidende Rolle der Technologie bei der Optimierung der Margen.
Transformation von Geschäftsmodellen und Datenintegration
Die größte Herausforderung für die Modebranche im Jahr 2026 ist die veraltete Struktur, bei der Einzelhändler:innen Lagerbestände Monate im Voraus einkaufen und innerhalb von zehn Tagen nach Lieferung bezahlen. Dieses Modell legt ein unverhältnismäßiges Risiko auf die Einzelhändler:innen, deren Marge durch Wetterabhängigkeit und vorzeitige Preisnachlässe unter Druck steht. Laut Wartenbergh liegt die Lösung in einem verbesserten Fluss von Stammdaten zwischen Marken und Einzelhändler:innen.
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