Discounter-Hype hält an: Auch NKD wächst kräftig

Der Textildiscounter NKD konnte den Wachstumskurs der Vorjahre auch im Geschäftsjahr 2016 fortsetzen und seinen Konzernumsatz um 5,3 Prozent auf 680,6 Millionen Euro steigern. Besonders erbaulich für das Unternehmen: Die höheren Umsätze sind nicht auf Neueröffnungen zurückzuführen. Den Löwenanteil erwirtschaftete NKD auf bestehenden Flächen, wo man um 5,5 Prozent zulegen konnte. Insgesamt habe man die Flächenproduktivität der Filialen seit 2013 um 24,3 Prozent steigern können, so NKD-Chef Ulrich Hanfeld.

NKD hat seinen Umsatz 2016 im vierten Jahr in Folge gesteigert und erzielte in den vergangenen drei Jahren ein durchschnittliches Umsatzwachstum von 7,5 Prozent pro Jahr. Das Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (EBITDA), liegt 2016 bei 20,4 Millionen Euro und übertrifft deutlich die 2,5 Millionen Euro des Vorjahres.

Filialnetz wirtschaftlich neu aufgestellt

Hanfeld ist sich daher sicher: „Unsere Strategie geht auf. NKD ist auf einem nachhaltigen Wachstumskurs und hat sich erfolgreich als Nahversorger und Value Retailer, also als Anbieter attraktiver Ware zu einem günstigen Preis, positioniert.“ Nun wolle man diesen Weg konsequent fortsetzen und sehe großes Potential für ein nachhaltig profitables Wachstum. „Denn wir haben unseren Umsatz in den vergangenen Jahren kontinuierlich flächenbereinigt gesteigert. Diesen Schwung haben wir mit in das neue Geschäftsjahr genommen und unsere positive Entwicklung Anfang des Jahres fortgesetzt“, so Hanfeld weiter.

Als sogenannter „Nahversorger“ ist NKD insbesondere in Innenstadtlagen und Fachmarktzentren von Klein- und Mittelstädten präsent. Zwischen 2014 und 2016 hat der Textildiscounter eigenen Angaben zufolge 88 neue Filialen an diversen Standorten in Deutschland eröffnet. Europaweit kamen allein im vergangenen Geschäftsjahr 54 Filialen neu hinzu. Zum Abschluss des Geschäftsjahres 2016 weist NKD so 1.778 Filialen in Mitteleuropa aus, davon rund 1.300 in Deutschland.

In den letzten Jahren hat das Unternehmen sein Filialnetz ordentlich modernisiert, und im Zuge dessen auch seine Kassensysteme in den deutschen Filialen erneuert. Auch den Internetzugang der Kunden in den Filialen wurde verbessert. Maßnahmen, die sich durchaus zu rentieren scheinen.

Entscheidend für den Kunden ist jedoch weniger das Markenimage, sondern vielmehr der Preis. So ist es kein Wunder, dass die Textildiscounter trotz zunehmender Konkurrenz immer weiter wachsen. Egal ob Primark, Kik oder NKD – Billigpreise scheinen derzeit das Maß aller modischen Dinge zu sein. Und ein Garant für Erfolg.

Foto: NKD

 

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