Dr. Martens meldet Umsatzrückgang im dritten Quartal
Die britische Schuhanbieter Dr. Martens Plc musste im dritten Quartal des Geschäftsjahres 2025/26 einen Umsatzrückgang hinnehmen. Das geht aus einer Zwischenmitteilung hervor, die das Unternehmen am Dienstag veröffentlichte.
In den 13 Wochen vor dem 28. Dezember lag der Umsatz demnach bei 251 Millionen Britischen Pfund (289 Millionen Euro). Das entsprach einem Rückgang um 3,1 Prozent gegenüber dem Vorjahreszeitraum. Bereinigt um Wechselkursveränderungen sanken die Erlöse um 2,7 Prozent.
Im eigenen Einzelhandel ging der Umsatz demnach um 7,0 Prozent (währungsbereinigt -6,5 Prozent) zurück, im Großhandel legte hingegen um 9,3 Prozent (währungsbereinigt +9,5 Prozent) zu.
Das Unternehmen musste in allen Marktregionen Einbußen hinnehmen. So sanken die Erlöse im Raum EMEA, der Europa, den Nahen Osten und Afrika umfasst, um 3,0 Prozent (währungsbereinigt -6,0 Prozent) und in den asiatisch-pazifischen Märkten (APAC) um 7,4 Prozent (währungsbereinigt -2,7 Prozent).
Positiver war die Entwicklung in Amerika. Dort ging der Umsatz in der Berichtswährung lediglich um 1,6 Prozent zurück und legte wechselkursbereinigt um 2,2 Prozent zu, was nicht zuletzt auf ein währungsbereinigtes Umsatzplus von sechs Prozent im Großhandelsgeschäft zurückzuführen war.
CEO Nwokorie sieht das Unternehmen bei seiner Neuausrichtung weiterhin „auf Kurs“
CEO Ije Nwokorie hob hervor, dass das laufende Geschäftsjahr ein „Jahr der Neuausrichtung“ für das Unternehmen sei, in dem eine Grundlage für nachhaltiges Wachstum geschaffen werden soll. Dabei liegt die strategische Priorität darauf, Preisnachlässe zu reduzieren und Verkäufe zum vollen Preis zu fördern. Vor diesem Hintergrund sieht Nwokorie den Konzern trotz des jüngsten Umsatzrückgangs „auf Kurs“. So sei der Umsatz im eigenen Einzelhandel zwar insgesamt zurückgegangen, die Erlöse mit zum vollen Preis verkauften Produkten hätten sich aber im bisherigen Verlauf des Geschäftsjahres um zwei Prozent erhöht.
Nwokorie rechnet daher für das laufende Jahr weiterhin mit einer „signifikanten Steigerung“ des Gewinns vor Steuern. Das Management geht zudem davon, dass der Umsatz im Vergleich zum Vorjahr auf währungsbereinigter Basis weitgehend konstant bleibt. Allerdings wird nun erwartet, dass negative Währungseffekte den ausgewiesenen Umsatz um etwa 15 Millionen Britische Pfund drücken werden. Bisher war mit einer entsprechenden Belastung im Bereich von zehn Millionen Britischen Pfund gerechnet worden.
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