Dress-for-less beantragt Insolvenzverfahren

Das Online-Designer-Outlet Dress-for-less aus dem hessischen Kelsterbach hat beim Amtsgericht Darmstadt am Dienstag wegen drohender Zahlungsunfähigkeit die Eröffnung eines Insolvenzverfahrens beantragt und will sich so restrukturieren. Der Geschäftsbetrieb soll wie bisher „in vollem Umfang“ weitergeführt werden.

„Unsere Kunden haben weiterhin uneingeschränkt die Möglichkeit, in unserem Shop einzukaufen und werden wie gewohnt beliefert“, teilte Antonio Gonzalo mit, Geschäftsführer der Dress-for-less GmbH.

Der Frankfurter Rechtsanwalt Dr. Jan Markus Plathner der Kanzlei Brinkmann & Partner wurde vom Amtsgericht Darmstadt zum vorläufigen Insolvenzverwalter bestellt und verschafft sich derzeit einen Überblick über die Situation des Unternehmens, das in Kelsterbach rund 260 Personen beschäftigt.

„Wir werden in den nächsten Wochen alle uns zur Verfügung stehenden Optionen mit dem Ziel prüfen, das Unternehmen zu sanieren und für die Zukunft neu aufzustellen“, bestätigte Plathner. Er sieht es als positives Signal, dass Gespräche mit Investoren, die eine Fortführung maßgeblich unterstützten, bereits „weit fortgeschritten“ seien.

Dress-for-less wurde 1999 von Mirco Schultis mit der Idee gegründet, Designermode zu deutlich günstigeren Preisen anzubieten. Dies schaffte das Unternehmen durch den Aufkauf von Ware aus Überproduktion, Restbeständen und Schlussverkäufen. Die Produktpalette umfasst derzeit rund 12.000 Artikel, die sich auf Damen-, Herren- und Kindermode sowie Accessoires und Schuhe erstrecken.

Ende 2007 stieg das Private Equity Unternehmen Palamon Capital Partner aus Edinburgh mit einem Mehrheitsanteil bei Dress-for-less ein. Seit 2011 ist das Unternehmen im Besitz des spanischen Shopping-Clubs, der sich jedoch im November 2015 zurückzog. Seitdem hat das Management-Team unter Geschäftsführer Antonio Gonzalo die Leitung übernommen.

Foto: dress-for-less.de

 

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