Ein Jahr nach dem Start des Freihandelsabkommens zwischen der EU und Kanada (Ceta) hat die EU-Kommission eine erste positive Bilanz gezogen. «Die Exporte ziehen insgesamt an und viele Wirtschaftszweige verzeichnen einen beeindruckenden Anstieg ihrer Ausfuhren», sagte die EU-Handelskommissarin Cecilia Malmström am Donnerstag in Brüssel.

Die jüngsten Statistiken für den Zeitraum von Oktober 2017 bis Juni 2018 deuten auf einen Anstieg der Ausfuhren um mehr als sieben Prozent im Vergleich zum Vorjahr hin. Besonders starke Zuwächse gibt es nach Angaben der EU bei Unternehmen, die Maschinen, Arzneimittel, Möbel oder Parfüm und Kosmetik nach Kanada liefern.

Der Ceta-Pakt, mit dem Zölle und andere Handelsschranken abgebaut werden, gilt seit dem 21. September 2017 EU-weit in wesentlichen Teilen vorläufig. Für ein endgültiges Inkrafttreten muss er noch von alle Mitgliedstaaten ratifiziert werden.

Kritiker sehen das Abkommen als Gefahr für europäische Standards. Die EU betont hingegen, dass diese in Bereichen wie Lebensmittelsicherheit und Arbeitnehmerrechte uneingeschränkt gewahrt werden. Das Abkommen stellt aus ihrer Sicht auch sicher, dass die wirtschaftlichen Vorteile nicht auf Kosten der Demokratie gehen. (dpa)

 

Themenverwandte Nachrichten

WEITERE NACHRICHTEN

 

AKTUELLSTE STELLENANGEBOTE

 

MEISTGELESEN