Elliott Hill führt Nike-Turnaround inmitten von Cyberangriff und Personalanpassungen
Der US-amerikanische Sportswear-Marktführer Nike untersucht derzeit einen möglichen Cybersicherheitsvorfall. Hintergrund sind Behauptungen einer Erpressergruppe, die ein erhebliches Volumen interner Unternehmensdaten veröffentlicht haben will. Die Enthüllung fällt zeitlich mit Berichten zusammen, wonach Nike seine Belegschaft in Distributionszentren um rund 775 Stellen reduziert, um die Automatisierung in der Logistik zu verstärken.
Operative Umstrukturierung in Tennessee und Mississippi
Nike treibt die Konsolidierung seines US-Logistiknetzwerks aktiv voran. Rund 775 Mitarbeitende in Distributionszentren in Tennessee und Mississippi verlieren ihre Stellen. Die Maßnahme ist Teil einer Strategie, die fortschrittliche Technologien und Automatisierung in der Lieferkette integrieren soll. Ziel ist es, die Komplexität zu reduzieren, die Effizienz zu steigern und die Reaktionsfähigkeit auf Marktveränderungen zu verbessern.
Laut Unternehmensangaben sind diese Veränderungen notwendig, um einen widerstandsfähigeren Betrieb aufzubauen und langfristiges, profitables Wachstum zu sichern. Die aktuelle Reduzierung folgt auf eine frühere Entlassungsrunde im August, die weniger als ein Prozent der Gesamtbelegschaft betraf. Damit zeigt sich, dass Nike seine Logistikstrategie konsequent an neue Anforderungen anpasst – zeitgleich mit dem laufenden Vorfall in der Cybersicherheit.
Ransomware-Gruppe soll Produktionsdaten gestohlen haben
Die operative Umstrukturierung fällt zusammen mit Meldungen über einen möglichen Datenleak. Die Hackergruppe World Leaks, ein Nachfolger der ehemaligen Ransomware-Gruppe Hunters International, gab am 26. Januar 2026 an, 1,4 Terabyte an Nike-Daten veröffentlicht zu haben. Der Datensatz umfasst Berichten zufolge über 188.000 Dateien, die sich vor allem auf interne Produktions- und Designprozesse konzentrieren und keine Kundendatenbanken betreffen.
Zu den geleakten Informationen gehören unter anderem Verzeichnisse zu Bekleidungsherstellungsprozessen, Schulungsmaterialien für Fabriken sowie Produktlebenszyklen für Herren- und Damenmode. Nike bestätigte die Untersuchung des Vorfalls und betonte, dass der Schutz der Privatsphäre von Verbraucher:innen sowie die Datensicherheit „sehr ernst“ genommen werde.
Unklar ist derzeit, ob die wichtigsten Wholesale-Partner, darunter Dick's Sporting Goods, Macy's und JD Sports, betroffen sind. Expert:innen warnen, dass der Leak trotz des Fokus auf geistiges Eigentum das Risiko von Fälschungen erhöhen könnte. Die Situation zeigt damit die doppelte Herausforderung für Nike: operativer Wandel und digitale Sicherheit müssen gleichzeitig gemanagt werden.
Strategischer Turnaround unter CEO Elliott Hill
Diese Entwicklungen fallen in eine Phase, in der CEO Elliott Hill eine umfassende Turnaround-Strategie leitet. Sie soll das verlangsamte Wachstum beschleunigen und die Konkurrenz durch kleinere Sportswear-Marken abwehren. Laut Management befindet sich die Umstrukturierung der Unternehmens- und Logistikfunktionen noch in einem frühen Stadium.
Die Kombination aus Automatisierungsmaßnahmen und laufender Cybersicherheitsuntersuchung verdeutlicht die komplexen Anforderungen, denen die in Oregon ansässige Gruppe aktuell gegenübersteht. Sowohl technologischer Wandel als auch digitale Sicherheit müssen in Einklang gebracht werden, um Nike langfristig widerstandsfähig und wettbewerbsfähig zu halten.
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