Mit einer Reise nach Bangladesch und Indien informiert sich Entwicklungsminister Gerd Müller über Arbeitsbedingungen in der Textilbranche und den Kampf gegen Kinderarbeit. Der CSU-Politiker brach am Montag zu einer mehrtägigen Reise auf, mit Bangladesch als erster Station.

"Menschenrechte sind unteilbar. Aber immer noch müssen 150 Millionen Kinder weltweit unter teils ausbeuterischen Bedingungen arbeiten", kritisierte Müller vor der Abreise. "Für Millionen Arbeiter gibt es weder Arbeitssicherheit noch existenzsichernde Löhne. 75 Millionen Menschen arbeiten in der Textilindustrie - häufig unter katastrophalen Bedingungen." Müller forderte, Globalisierung gerecht zu gestalten.

Weiteres Thema der Reise ist die Situation der Rohingya-Flüchtlinge in Bangladesch, wo Müller am Mittwoch ein Flüchtlingslager besuchen will. Eine Million Rohingya sind aus Myanmar nach Bangladesch geflohen. "Nach Syrien findet bei den Rohingya eine der größten Flüchtlingstragödien statt. Myanmar muss alles tun, um die Rohingya zu schützen und ihnen eine freiwillige Rückkehr zu ermöglichen", forderte Müller. Die Weltgemeinschaft müsse "viel entschiedener auftreten und mehr Interesse am Schicksal der Rohingya nehmen". Die deutsche Entwicklungspolitik werde ihr Engagement für die Rohingya-Flüchtlinge in Bangladesch 2020 weiter ausbauen. (dpa)

 

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