Eterna: Russland-Geschäft verhagelt Bilanz
Der Hemden- und Blusenhersteller Eterna setzte im ersten Quartal 2015 deutlich weniger um als noch im Vergleichszeitraum des Vorjahres. Wie das Unternehmen mit Sitz im Bayerischen Passau mitteilt, sanken die Umsatzerlöse um 4,8 Prozent auf 25,2 Millionen Euro. Verursacht vor allem durch ein schwaches Russland-Geschäft und Verschiebungen von Lieferterminen in das zweite Quartal, verringerte sich auch das Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (EBITDA) auf 3,2 Millionen Euro.

Trotz der rückläufigen Entwicklung blickt das Konzernmanagement optimistisch in die Zukunft: „Wir haben unsere Hausaufgaben gut gemacht. Eterna entwickelt sich sehr positiv. In einem herausfordernden Umfeld, das neben fehlender Kundenfrequenz auch deutliche Absatzrückgänge in Russland und der Ukraine aufweist und beschaffungsseitig Verteuerungen wegen des schwachen Euros hat, entwickeln wir uns besser als der Markt“, so Henning Gerbaulet, geschäftsführender Gesellschafter der Eterna Mode Holding GmbH. Die im vergangenen Geschäftsjahr 2014 vorangetriebene Weiterentwicklung der Produkte und der neue Markenauftritt kämen beim Kunden sehr gut an und wirkten sich nachhaltig positiv auf die Ertragslage aus. „Zwar lag der Umsatz erwartungsgemäß durch die rückläufige Kundenfrequenz im Handel sowie die Verlagerung der Umsätze durch verschobene Liefertermine leicht unter dem Vorjahreszeitraum, aber die zweistellige EBITDA-Marge von 12,9 Prozent unterstreicht eindrucksvoll die hohe Profitabilität unseres Geschäftsmodells“, so Gerbaulet weiter. Insgesamt sorge die Vertikalisierung der gesamten Wertschöpfungskette sowie die Modernisierung der Marke und Produkte für mehr Begehrlichkeit und eine gesteigerte Wettbewerbsfähigkeit.

Optimismus für den weiteren Jahresverlauf

Dass das Unternehmen generell gesund und gut aufgestellt ist, zeigt die aktuelle Personalentwicklung. Wo andere Hersteller Entlassungen im großen Stil vornehmen würden, um Kosten zu sparen, investiert Eterna ordentlich in künftige Strukturen. So haben sich die Personalkosten innerhalb eines Jahres um 6,2 Prozent auf 5,9 Millionen Euro erhöht, verursacht vor allem durch die Eröffnung neuer Stores, die Intensivierung der Vertriebsmaßnahmen sowie die Verstärkung des Design- und Produktentwicklungsteams.

Hinsichtlich der weiteren Entwicklung im laufenden Geschäftsjahr zeigt sich Gerbaulet vorsichtig optimistisch: „Eterna steht gut da. Die Resonanz im Markt auf unsere Produkte und unseren Markenauftritt ist ausgezeichnet. Dies und eine Reihe von weiteren Maßnahmen tragen zur Steigerung der Profitabilität und zum nachhaltigen Erfolg bei.“ Im laufenden Geschäftsjahr gelte es, die Herausforderungen des Marktes zu meistern und die richtigen Impulse zu setzen, um Eterna noch erfolgreicher zu machen. „Das wird sich am Jahresende in einem über Vorjahr liegenden EBITDA ausdrücken“, ist sich Gerbaulet sicher.

Foto: Eterna Rhein-Ruhr Zentrum

 

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