EU führt Antidumpingzölle auf chinesisches Nylon ein

Die Europäische Union führt laut Berichten von niederländischen Medien wie Nu.nl und De Telegraaf Importzölle von 60 bis 67,5 Prozent auf chinesisches Nylon ein. Die Maßnahme folgt auf eine Untersuchung der Europäischen Kommission. Diese ergab, dass Polyamidgarne – besser bekannt als Nylon – zu Dumpingpreisen auf dem europäischen Markt angeboten wurden.

Nach Angaben der Europäischen Kommission soll die Maßnahme die europäische Nylonindustrie vor unlauterem Wettbewerb schützen. Der Nylonsektor innerhalb der EU hat einen Wert von rund 400 Millionen Euro und beschäftigt rund 2.000 Menschen.

Nylon wird häufig in Sportbekleidung, Jacken, Bademode und Strümpfen verwendet. Die Importzölle sind Teil einer umfassenderen Reihe von Handelsmaßnahmen der Europäischen Union. So entfielen zum 1. Juli auch die Freibeträge für Kleinsendungen von außerhalb der EU. Dadurch wurden Online-Bestellungen, unter anderem aus China, teurer.


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