Fashion for Good startet Branchenprojekt zum Benchmarking von PFAS-Alternativen

Fashion for Good, eine in Amsterdam ansässige Investmentgesellschaft für regenerative Mode, hat das Projekt DW(O)R-X ins Leben gerufen. Diese Gemeinschaftsinitiative ziele darauf ab, einen Branchen-Benchmark für langlebige wasser- und ölabweisende Materialien (DW(O)R) zu schaffen, die keine PFAS enthalten, heißt es in einer Mitteilung. Damit reagiert das Unternehmen auf die gestiegene Nachfrage nach sichereren Alternativen zu den langlebigen Chemikalien.

Das Projekt wird neun PFAS-freie Chemikalien in drei Bereichen bewerten: Leistung, Umweltauswirkungen und Kosten. Es führt zudem ein neues Testverfahren ein, das die reale Nutzung besser widerspiegeln soll. Dabei werden Bedingungen und Verschmutzungen berücksichtigt, die für Sport- und Outdoor-Bekleidung relevant sind, wie zum Beispiel Erde, Sonnencreme und Schweiß.

Das Projekt DW(O)R-X bringt Marken wie Adidas und C&A mit Herstellungspartnern, Chemielieferanten und dem Prüfunternehmen SGS zusammen. Ziel ist es, vergleichbare Daten zu generieren, die Marken, Herstellern und Lieferanten helfen, fundiertere Beschaffungsentscheidungen zu treffen.

In einer Erklärung erklärte Katrin Ley, die Geschäftsführerin von Fashion for Good: „Die Herausforderung für die gesamte Branche besteht nicht nur darin, PFAS auslaufen zu lassen. Wir müssen sicherstellen, dass wir es nicht durch etwas ebenso Bedenkliches ersetzen, das wir weniger gut verstehen. Derzeit versuchen Marken und Hersteller diesen Übergang ohne aktualisierte Benchmarks, um diese Alternativen zu vergleichen.“

Sie fügte hinzu, dass die Initiative „Leistungstests, die die reale Nutzung widerspiegeln, eine umfassende Folgenabschätzung und ein besseres Verständnis der Kostenstrukturen“ bieten werde. „Auf diese Weise ermöglichen wir fundierte Entscheidungen und echte Fortschritte hin zu einer sichereren Chemie im großen Maßstab.“

Der am Projekt teilnehmende Bekleidungshändler C&A erklärte, dass er „seit vielen Jahren den absichtlichen Einsatz von PFAS in unseren Produkten nicht mehr erlaubt“. Das Unternehmen betonte jedoch, dass „die schrittweise Abschaffung von PFAS in der gesamten Branche ein koordiniertes Vorgehen entlang der Wertschöpfungskette erfordert“.

Der Einzelhändler betonte, dass das Projekt „einen strengen Benchmarking-Rahmen zur Bewertung von Alternativen in Bezug auf Leistung, Umweltauswirkungen und Kosten“ bieten werde. Dies helfe dabei, eine gemeinsame Wissensbasis aufzubauen, um den Übergang der Branche zu sichereren Chemikalien zu unterstützen.


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