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Fashion for Good startet Projekt zur Sortierung von Altkleidung für effizientes Recycling

Von Regina Henkel

21. Mai 2021

Business

Fashion for Good - Alejo Reinoso

Die Amsterdamer Nachhaltigkeits-Plattform Fashion for Good hat das Projekt „Sorting for Circularity“ gestartet. In Kooperation mit Partnern wie Adidas, Bestseller und Zalando soll es Erkenntnisse darüber liefern, wie die Infrastruktur für ein effektives Recycling von Textilien aussehen müsste.

Das Problem: Die Menge der weggeworfenen Textilien nimmt jährlich zu, wobei eine weitere Beschleunigung prognostiziert wird. Um diese Textilien vor der Verbrennung oder der Müllkippe zu bewahren, muss eine neue Infrastruktur für das Sortieren und die Erfassung der Materialzusammensetzungen entwickelt werden. Das derzeitige Textilsortiersystem, das sich stark auf manuelle Eingaben verlässt, kann angesichts der oft unzuverlässigen und fehlenden Kleidungsetiketten keine genauen Hinweise über die zu sortierende Kleidung liefern.

Das Projekt bringt wichtige Marken und Branchenführer aus ganz Europa zusammen, um eine umfassende Analyse von Textilabfällen unter Verwendung einer innovativen Nah-Infrarot (NIR)-Technologie durchzuführen. Gleichzeitig werden auch die Möglichkeiten von Textilrecyclern betrachtet. Die Forschung soll zu einer offenen digitalen Plattform ausgebaut werden, um Textilabfälle von Sortierern mit Recyclern zusammenzubringen, um deren Abgleich zu ermöglichen und eine Infrastruktur für eine größere Kreislaufwirtschaft in den kommenden Jahren aufzubauen.

„Das Ziel des 18-monatigen Projekts ist es, eine stärkere Verbindung zwischen Textilsortierern und Textilrecyclern zu schaffen und einen Recyclingmarkt für unerwünschte Textilien zu stimulieren, der neue Einnahmequellen für Sortierer generieren kann. Traditionell generiert die Sortierbranche Einnahmen durch den Verkauf von wiederverwendbaren Textilien, während der Rest downgecycelt, verbrannt oder deponiert wird. Um ein zirkuläres System zu erreichen, wird ein neuer Endmarkt für nicht wiederverwendbare Textilien benötigt, mit einer Infrastruktur und einem digitalen Matching-System, das die Aktivitäten von Sortierern und Recyclern unterstützen kann“, erklärt Katrin Ley, Geschäftsführerin von Fashion for Good.

Das Projekt Sorting for Circularity wird durch die Laudes Foundation finanziell unterstützt. Daran beteiligt sind auf Seiten der Marken und Händler Adidas, Bestseller, Zalando, Inditex, Arvind Limited, Birla Cellulose, Levi Strauss & Co., Otto und PVH Corp. Als Institutionen sind Circle Economy und Refashion beteiligt, die bereits in ähnlichen Projekten zur Zusammensetzung von Textilabfällen gearbeitet haben. Aus dem Textilrecycling sind die größten industriellen Textilsortierer in der nordwesteuropäischen Region zusammengekommen, darunter die Boer Group, I:CO (ein Teil der Soex Group), JMP Wilcox (ein Teil von Textile Recycling International) und Texaid.

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