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Fashion Pulse: Deutschland im März 2026

Der deutsche Modemarkt zeigt sich zu Jahresbeginn 2026 in einem differenzierten Bild aus moderatem Wachstum, leicht steigenden Preisen und einer spürbar eingetrübten Konsumstimmung. Aktuelle Daten des Statistischen Bundesamts (Destatis) sowie weiterer Institutionen geben Einblicke in die Entwicklung von Verbraucher:innenpreisen, Einzelhandelsumsätzen und zentralen makroökonomischen Indikatoren.

Dabei ist zu beachten, dass die zugrunde liegenden Kennzahlen auf unterschiedlichen Berichtszeiträumen basieren: Während Preisdaten und Stimmungsindikatoren bereits für März vorliegen, werden Umsatzzahlen im Einzelhandel aufgrund von Erhebungs- und Veröffentlichungszyklen mit zeitlicher Verzögerung gemeldet und beziehen sich in diesem Fall noch auf Februar. Diese zeitliche Staffelung ist üblich und ermöglicht dennoch eine belastbare Einordnung aktueller Markttrends.

Verbraucher:innenpreise (März)

Im März stiegen die Modepreise in Deutschland im Jahresvergleich um 1,3 Prozent, wie das Statistische Bundesamt (Destatis) mitteilte. Kinderbekleidung verzeichnete mit plus 2,5 Prozent den stärksten Anstieg, gefolgt von Accessoires mit plus 3,7 Prozent. Damenschuhe blieben mit plus 0,1 Prozent nahezu unverändert — die einzige Modekategorie nahe der Deflation. Herrenbekleidung stieg moderat um 0,7 Prozent, während Herrenschuhe um 2,4 Prozent zulegten.

Die Gesamtinflationsrate lag in diesem Zeitraum bei 2,7 Prozent.

Einzelhandelsumsätze (Februar)

Die übergeordnete Kategorie des Modeeinzelhandels — Textilien, Bekleidung, Schuhe und Lederwaren zusammengefasst — wuchs im Februar real um 0,5 Prozent und nominal um 1,5 Prozent, laut der monatlichen Einzelhandelsstatistik von Destatis. Die Differenz deutet darauf hin, dass etwa ein Drittel des Umsatzwachstums auf Preiserhöhungen und nicht auf zusätzliches Volumen zurückzuführen ist.

Bekleidungsgeschäfte waren mit einem Zuwachs von 1,8 Prozent im Volumen und 2,9 Prozent nominal die stärksten Performer und übertrafen damit den gesamten deutschen Einzelhandel, der lediglich um 0,8 Prozent wuchs. Uhren und Schmuck stachen mit plus 9,4 Prozent nominal heraus, obwohl das Volumenwachstum mit plus 2,7 Prozent moderater ausfiel – ein Hinweis auf eine erhebliche Preissetzungsmacht im Luxusaccessoire-Segment.

Schuh- und Lederwarengeschäfte verzeichneten einen Rückgang von 2,0 Prozent im Volumen, wobei auch die nominalen Umsätze um 1,4 Prozent sanken. Textilgeschäfte schnitten mit einem Minus von 5,0 Prozent real am schwächsten ab und setzten damit ihren langfristigen strukturellen Rückgang fort. Marktstände mit Modeangebot verzeichneten eine leichte Erholung bei einem Volumenplus von 2,2 Prozent.

Der Online- und Versandhandel wuchs real um 2,5 Prozent, so Destatis. Mit einem Indexwert von 179,4 gegenüber dem Basiswert von 100 im Jahr 2015 bleibt er der mit Abstand am schnellsten wachsende Kanal. Der stationäre Einzelhandel liegt mit nur 96,2 weiterhin unter seinem Niveau von 2015 im Volumen.

Makroökonomisches Umfeld (März)

Das Verbraucher:innenvertrauen fiel laut dem europäischen Statistikamt Eurostat deutlich auf -13,5 von -9,9 im Januar.

Das GfK-Konsumklima, das auf vom deutsche Marktforschungsinstitut erhobenen Daten basiert, die gemeinsam mit dem Nürnberger Institut für Marktentscheidungen (NIM) ausgewertet werden, sinkt den Erwartungen der Verbraucher:innen nach für April 2026 auf -28,0 Punkte – der niedrigste Wert seit März 2024. Gegenüber dem Vormonat ist dies ein Rückgang von 3,2 Punkten.

Die Arbeitslosigkeit ging laut der Bundesagentur für Arbeit leicht auf 3,02 Millionen zurück, liegt im Jahresvergleich jedoch weiterhin höher. Die Eurostat-Quote beträgt 4,0 Prozent gegenüber 3,6 Prozent vor einem Jahr. Der Euro notierte im Durchschnitt bei 1,156 Dollar, ein Plus von 7,0 Prozent gegenüber dem Vorjahr laut der Europäischen Zentralbank (EZB), was die Importkosten für Einzelhändler senkt, die aus dollardenominierten Märkten beschaffen.

Fazit

Der deutsche Modeeinzelhandel wächst volumenmäßig moderat, während die Verbraucher:innen mit sinkendem Vertrauen konfrontiert sind. Der deutliche Stimmungseinbruch – das GfK-Konsumklima bei -28 und der Geschäftsklimaindex des Münchner Ifo Instituts bei 86,4 – deutet auf ein herausforderndes zweites Quartal hin. Der Lichtblick: Ein stärkerer Euro entlastet bei den Importkosten, und die Bekleidungsinflation von +1,3 Prozent liegt deutlich unter der Gesamtinflation von +2,7 Prozent. Mode gewinnt damit für preisbewusste Verbraucher:innen an relativem Wert.

Dieser Beitrag wurde mit Hilfe von Künstlicher Intelligenz erstellt.


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