Fleek sichert sich Finanzierung zur Förderung der Lieferkette für Secondhand-Mode

Das Londoner Start-up Fleek, das die KI-Infrastruktur zur Digitalisierung der Lieferketten für Secondhand-Mode für Plattformen wie Vinted, Depop und Whatnot aufbaut, hat sich 25 Millionen US-Dollar in einer Serie-B-Finanzierungsrunde gesichert.

Angeführt wurde die Investition von Burda Principal Investments, einem frühen Unterstützer von Vinted und Hauptinvestor in dessen Serie-C-Runde. Beteiligt waren zudem Ebay, FJ Labs und H14 sowie bestehende Geldgeber:innen wie Andreessen Horowitz, HV Capital und Y Combinator.

In einer Mitteilung erklärte Fleek, dass die Finanzierung genutzt werde, um die Entwicklung seines KI-nativen Marktplatzes zu beschleunigen. Zudem sollen die Ingenieurteams erweitert, die Technologieplattform skaliert und das globale Netzwerk von Käufer:innen und Lieferant:innen ausgebaut werden.

Fleek wurde 2021 von Abhi Arora und Sanket Agarwal gegründet. Das Unternehmen tritt an, um die manuelle, fragmentierte und offline-basierte Infrastruktur der 200 Milliarden US-Dollar schweren Secondhand-Branche zu modernisieren. Dafür setzt Fleek auf einen eigenen KI-gestützten Business-to-Business-Marktplatz und Systeme, die die Lieferkette für Secondhand-Ware digitalisieren.

„Die meisten Menschen haben keine Ahnung, was mit einem Kleidungsstück passiert, nachdem sie es weggegeben haben. Es reist Tausende von Meilen, wird von Hand in einem Lagerhaus in Karatschi sortiert und findet mit etwas Glück seinen Weg zurück in einen Vintage-Laden in London oder New York“, sagte CEO Arora. „Wir haben Fleek gegründet, weil dieses System nicht funktioniert. Der Markt, den es bedient, explodiert, und niemand entwickelt die Technologie und Infrastruktur, um das zu ändern.“

Fleek: Vernetzung der globalen Secondhand-Modewirtschaft durch KI-gestützte Technologie

Im Zentrum der Plattform steht ‘Fleek Sort’, ein benutzerdefiniertes Sprach-Bild-Modell, das in den letzten vier Jahren mit Millionen von Transaktionen aus dem globalen Netzwerk von Fleek trainiert wurde. Das KI-Modell wird bereits von Sortierer:innen in Zentren in Pakistan, Indien und Dubai eingesetzt und in Pilotprojekten im Vereinigten Königreich, Europa und den USA getestet.

Es identifiziert, kategorisiert, bewertet und vermarktet Secondhand-Kleidungsstücke anhand von Fotos oder Videos von Smartphones. Dadurch wird ein historisch manueller Prozess in einen digitalen Arbeitsablauf umgewandelt. Je mehr Ware über die Plattform bewertet, gelistet und verkauft wird, desto mehr lernt ‘Fleek Sort’ aus den realen Ergebnissen.

Nach der Verarbeitung wird die Ware automatisch auf dem Marktplatz von Fleek gelistet. Dort verbinden KI-gestützte Preis-, Such-, Empfehlungs- und Abgleichsysteme den Bestand mit relevanten Käufer:innen weltweit. Jede Transaktion generiert zusätzliche Daten, die das Verständnis der Plattform für Secondhand-Bestände verbessern und so eine eigene Intelligenzschicht für die Branche schaffen.

Julian von Eckartsberg, Managing Director Europe bei Burda Principal Investments, sagte: „Wir haben Vinted unterstützt, als Secondhand-Mode noch als Nische galt. Wir wissen, was es braucht, um eine Plattform aufzubauen, die in diesem Markt skalierbar ist. Von seinem wachsenden Lieferantennetzwerk bis hin zur dahinterstehenden Technologie baut Fleek die Infrastruktur auf, auf die sich die nächste Generation der Mode verlassen wird.“

Fleek vernetzt Groß- und Einzelhändler:innen für Vintage-Kleidung

Jährlich durchlaufen bis zu 24 Milliarden Secondhand-Kleidungsstücke die globale Lieferkette. Fleek gibt an, dass sein KI-gestützter Ansatz den Lieferant:innen helfen wird, die Wiederverwertungsraten zu erhöhen. Gleichzeitig können Käufer:innen ihre Bestände effizienter beschaffen, und das Volumen an verschwendeter Kleidung wird reduziert.

Nach eigenen Angaben hat das Unternehmen bisher mehr als zwölf Millionen Artikel im Umlauf gehalten. Es hat mehr als 2.000 verifizierte Großhändler:innen und Sortierer:innen mit über 50.000 Einzelhändler:innen, Wiederverkäufer:innen und Boutiquen in mehr als 100 Ländern vernetzt.

„In der globalen Lieferkette für Secondhand-Ware sind mehr Daten verborgen als in fast jedem anderen Markt. Dennoch wurde historisch gesehen nur sehr wenig davon erfasst“, so Agarwal. „Wir haben die weltweit erste KI entwickelt, die speziell darauf trainiert ist, Secondhand-Bestände zu verstehen. Sie erkennt, was es ist, was es wert ist, wer es haben möchte und wo die Nachfrage besteht. Jede Transaktion verbessert dieses Verständnis und schafft eine Intelligenzschicht. Wir glauben, dass diese zu einer entscheidenden Infrastruktur für die Zukunft der Branche werden wird.“

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