Frankreich: Online-Umsätze erreichen neuen Rekord

Zum siebten Mal in Folge hat der französische Onlinehandel im Jahr 2025 einen neuen Rekord aufgestellt. Die von den Französ:innen im Internet getätigten Ausgaben stiegen um sieben Prozent auf fast 200 Milliarden Euro. Das gab der französische Verband für E-Commerce und Versandhandel, Fédération du commerce en ligne et de la vente à distance (Fevad), am Mittwoch bekannt.

Der E-Commerce ist „dauerhaft im Alltag der Französ:innen verankert“, begrüßte Marc Lolivier, Generaldirektor der Fevad, in einer Mitteilung. Er betonte die „Widerstandsfähigkeit“ des Sektors in einem „unsicheren politischen und wirtschaftlichen Umfeld“.

Dennoch sei der E-Commerce nicht „immun gegen Krisen“ und zeige sich „sensibler denn je gegenüber den Kaufentscheidungen der Haushalte“, schränkte er gegenüber der Nachrichtenagentur AFP ein.

Bereits 2024 erzielte der Online-Handel mit einem Umsatz von 175,3 Milliarden Euro sein bisher bestes Ergebnis.

75 Bestellungen pro Jahr im Internet

Die Anzahl der Transaktionen stieg 2025 um elf Prozent, basierend auf einer Auswertung von 158.000 von der Fevad erfassten französischen Händler-Websites. Im Durchschnitt tätigen Französ:innen 75 Bestellungen pro Jahr im Internet. Das ist mehr als eine pro Woche, bei einem jährlichen Gesamtbetrag von 4.657 Euro.

Im vergangenen Jahr setzte sich die Dynamik bei den Dienstleistungen mit einem Wachstum von neun Prozent fort. Im Gegensatz dazu stieg der Verkauf von Produkten um vier Prozent.

Im Detail bestellen die Käufer:innen hauptsächlich Haushaltswaren und Bekleidung online. Insgesamt sind Non-Food-Verkäufe auf E-Commerce-Websites stark vertreten.

Darüber hinaus stellt die Fevad fest, dass sich „Secondhand dauerhaft im E-Commerce etabliert“. Vier von zehn Online-Käufer:innen haben im Laufe des Jahres mindestens ein gebrauchtes Produkt bestellt.

Die Plattform Vinted ist im Jahr 2025 mit mehr als zehn Millionen Kund:innen die zweitgrößte Website in Frankreich, direkt hinter dem Riesen Amazon.

Doch laut Lolivier steht der E-Commerce weiterhin vor „wichtigen Herausforderungen“. Darunter nennt die Fevad eine „beispiellose technologische Beschleunigung“, angetrieben durch den entscheidenden Faktor der künstlichen Intelligenz (KI).

Tatsächlich haben 94 Prozent der Onlinehändler:innen generative KI in ihre Plattformen integriert. Fast jede:r dritte Kund:in nutzt sie bei Einkäufen.

KI ist das zentrale Thema der Jahreskonferenz der Fevad. Diese bringt am Mittwoch in Paris die wichtigsten Akteur:innen der Branche zu verschiedenen Diskussionsrunden zusammen.

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