Französische Schuhmarke Minelli stellt Betrieb ein
Die französische Schuhmarke Minelli, die 86 Mitarbeitende beschäftigt, kündigte am Mittwoch ihre endgültige Schließung nach dem 30. Mai an. Das Unternehmen wurde im März zum zweiten Mal innerhalb von drei Jahren unter Insolvenzverwaltung gestellt. Bis zum Schließungsdatum bleiben die Boutiquen geöffnet.
„Schweren Herzens geben wir bekannt, dass Minelli seine Türen endgültig schließt“, erklärte die 1973 gegründete Marke für Lederwaren und Schuhe in einem Beitrag auf dem sozialen Netzwerk Instagram. „Unsere Boutiquen bleiben bis zum 30. Mai geöffnet“, heißt es weiter. Es wird ein Rabatt von 60 Prozent auf alle Produkte gewährt, aber „Bestellungen auf der Website sind leider ausgesetzt“.
Sehr unvollständige Übernahmeangebote
Interessent:innen für eine Übernahme der Marke hatten bis zum 11. Mai Zeit, ihre Unterlagen einzureichen. Die rund sechs Angebote, die am Dienstag von der Geschäftsstelle des Gerichts veröffentlicht wurden, sind jedoch größtenteils sehr unvollständig. Sie sehen nur die Übernahme von einem oder zwei der 21 Verkaufsstellen von Minelli oder der Marke ohne ihre Mitarbeitenden vor.
So bekundeten die Modemarken Maje, die zur SMCP-Gruppe gehört, und Father and Sons, der Optiker Jimmy Fairly und die Bäckereikette Mie Câline ihr Interesse an einer oder zwei Boutiquen.
Überraschenderweise hat die Transport- und Logistikgruppe Baghaira angeboten, die Marke Minelli und ihre Lagerbestände im Wert von 2,7 Millionen Euro zu übernehmen. Das Angebot umfasst auch neun Mitarbeitende des Hauptsitzes in Gémenos, jedoch nicht die 21 Boutiquen und deren 77 Mitarbeitende. Der Kaufpreis beträgt 300.000 Euro, wobei das Unternehmen auf den E-Commerce setzen will.
Schließlich bietet Philippe Sayada, ein ehemaliger Akteur der Mode- und Uhrenbranche, eine Gesamtübernahme für nur zwei Euro an. Die genauen Bedingungen müssen jedoch noch geklärt werden.
Die Marke Minelli war bereits 2023 in Marseille unter Insolvenzverwaltung gestellt worden. Damals wurde sie von drei Übernehmer:innen gerettet, darunter Investor:innen und die Bekleidungsmarke ‘Mes Demoiselles Paris’. Die Marke wurde in ein neues Unternehmen namens ‘Maison Minelli’ integriert. Dieses befindet sich seit März nach einem vorherigen Schutzschirmverfahren nun ebenfalls in einem Insolvenzverfahren. Diese Rettung ging zu Lasten zahlreicher Mitarbeitender, da die Belegschaft von 600 auf unter 200 Personen reduziert wurde. Die Marke verlor in ihrem letzten veröffentlichten Geschäftsjahr 2024/2025 3,7 Millionen Euro.
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