Frasers verlängert Angebotsfrist für Accent-Übernahme
Der britische Handelskonzern Frasers Group Plc pokert derzeit nicht nur um die Übernahme des deutschen Modekonzerns Hugo Boss AG. Auch den australische Schuhhändler Accent Group hat die Unternehmensgruppe im Visier. Mitte Juni hatte die Frasers Group den Anteilseigner:innen von Accent eine Übernahmeofferte für die noch ausstehenden Aktien unterbreitet. Der Konzern, zu dem Handelsketten wie Sports Direct, Flannels und Frasers gehören, bietet demnach 0,65 Australische Dollar (0,40 Euro) pro Anteilsschein.
Am Donnerstag wurde nun bekannt, dass die Angebotsfrist, die ursprünglich am 30. Juli enden sollte, bis zum 30. September. Dies erklärte der australische Broker des Unternehmens, Barrenjoey Markets, gegenüber dem lokalen Börsenbetreiber Australian Securities Exchange (ASX). Die neue Frist steht demnach unter dem Vorbehalt, dass es nicht zu einer erneuten Verlängerung oder einem Rückzug des Übernahmeangebots kommt. Die übrigen Konditionen der Offerte blieben unverändert.
Weiterhin bestehen bleibt das freiwillige Übernahmeangebot für Hugo Boss. Dort bietet die Frasers Group den Anleger:innen 38 Euro pro Aktie. Die Führung des deutschen Konzerns hat ihren Anteilseigner:innen allerdings bereits empfohlen, die Offerte abzulehnen. Das Angebot spiegele „den eigenständigen Wert und das zukünftige Wertschöpfungspotenzial von Hugo Boss nicht angemessen wider“, hieß es zur Begründung. Unterdessen stockte die Frasers Group ihre Beteiligung an dem Modeunternehmen auf knapp über 30 Prozent auf. Im Rahmen der Präsentation seiner Jahresresultate hatte das Management in der vergangenen Woche verkündet, aufgrund der beiden laufenden Übernahmeverfahren keine Finanzprognose für das laufende Geschäftsjahr 2026/27 abzugeben.
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