G-III überrascht im ersten Quartal und erhöht Gewinnprognose

Der US-amerikanische Textilkonzern G-III Apparel Group Ltd. konnte im ersten Quartal des Geschäftsjahres 2026/27 die Erwartungen übertreffen. Daraufhin hob das Management die Gewinnprognose für das Gesamtjahr an.

Laut einer am Freitag veröffentlichten Zwischenmitteilung belief sich der Konzernumsatz im Zeitraum von Februar bis April auf 536 Millionen US-Dollar (465 Millionen Euro). Damit ging er im Vergleich zum Vorjahresquartal um acht Prozent zurück, lag aber über der Prognose. Die Einbußen begründete das Management im wesentlichen mit geringeren Einnahmen aus dem Geschäft mit den Marken Calvin Klein und Tommy Hilfiger. Die entsprechenden Lizenzvereinbarungen werden derzeit schrittweise beendet.

Seinen ausgewiesenen Nettogewinn konnte der Konzern aber kräftig steigern. Er wuchs von 7,8 auf 66,5 Millionen US-Dollar (57,8 Millionen Euro). Das Wachstum war der zu erwarteten Rückzahlung unrechtmäßiger überhöhter Zollaufwendungen in Höhe von 77,9 Millionen US-Dollar zu verdanken. Bereinigt um Sondereffekte musste die Unternehmensgruppe einen Nettoverlust von 8,7 Millionen US-Dollar hinnehmen, nachdem sie im Vorjahresquartal einen Überschuss von 8,4 Millionen US-Dollar erzielt hatte.

Chairman und CEO Morris Goldfarb zeigte sich mit den aktuellen Resultaten zufrieden, „Das Quartal verlief besser als erwartet. Sowohl unser Nettoumsatz als auch unser Gewinn lagen über der Prognose“, erklärte er in einem Statement und hon hervor, dass der Konzern nicht zuletzt aufgrund der Einschränkung von Rabatten seine Bruttomarge deutlich steigern konnte.

Angesichts der jüngsten Entwicklung hob das Unternehmen seine Ergebnisprognosen für das Gesamtjahr an. Das Ziel für den Nettogewinn, das bislang bei 88,0 bis 92,0 Millionen US-Dollar gelegen hatte, wurde auf 171,0 bis 175,0 Millionen US-Dollar erhöht. Um Sondereffekte bereinigt soll der Überschuss auf 95,0 bis 99,0 Millionen US-Dollar ansteigen. Das Umsatzziel blieb unverändert und liegt damit weiterhin bei etwa 2,71 Milliarden US-Dollar.

Die möglichen Effekte der im Mai angekündigten Übernahme des Modehauses Marc Jacobs sind in den aktualisierten Prognosen noch nicht berücksichtigt. Im Rahmen der vereinbarten Akquisition will G-III die Marke zusammen mit der Brand-Management-Firma WHP Global erwerben. G-III wird demnach nach dem Vollzug der Transaktion das operative Geschäft von Marc Jacobs übernehmen.

„Marc Jacobs ist eine der einflussreichsten Marken in der Mode“, erklärte Konzernchef Goldfarb. „Wir sehen enormes Potenzial, auf dieser starken Basis aufzubauen und langfristiges Wachstum über Kategorien, Kanäle und Regionen hinweg voranzutreiben.“

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