Der kanadische Kaufhof-Mutterkonzern Hudson's Bay Company (HBC) will sich sanieren und hat zu diesem Zweck einen neuen Investor an Bord geholt, eine Prunk-Immobilie in Manhattan für umgerechnet mehr als 700 Millionen Euro verkauft und wird Ladenflächen an Standorten in Toronto, Vancouver und bei Galeria Kaufhof in Frankfurt an Büroflächen-Anbieter WeWork vermieten.

Damit bekennt sich HBC sowohl zu seiner kriselnden deutschen Warenhaustochter als auch zum Europa-Geschäft und räumt Spekulationen um einen Abstoss der Kaufhauskette aus dem Weg. „Wir stehen zu HBC Europa. Wir haben kein Interesse und keine Pläne, unser Geschäft an irgendjemanden zu verkaufen - Punkt“, sagte HBC-Chef Richard Baker laut dem Kölner Stadt-Anzeiger.

Was den Umsatz angeht, so erwartet HBC kaum einen Einfluss an diesen Standorten. Im Gegenteil, angesichts von Mietausgaben in Höhe von 148 Millionen Euro im Jahr sollte das Leasing der helfen. Zudem hofft das Unternehmen, dass WeWork gut situierte Kundschaft in seine Geschäfte bringen wird.

HBC hatte Kaufhof 2015 übernommen, sah sich jedoch bald Problemen gegenüber: Eine Reihe von Spitzen-Managern verließen das Unternehmen, das derzeit in Deutschland ohne CEO dasteht. Zudem will das Management die Löhne und Gehälter der Beschäftigten kürzen, um die derzeitigen wirtschaftlichen Schwierigkeiten zu überbrücken. Dies muss jedoch erst noch mit der Gewerkschaft Verdi verhandelt werden.

 

Themenverwandte Nachrichten

WEITERE NACHRICHTEN

 

AKTUELLSTE STELLENANGEBOTE

 

MEISTGELESEN