Gerry Weber bleibt skeptisch - Schwierige Branchenlage drückt auf Rendite

Der Modekonzern Gerry Weber rechnet mit einem anhaltend schwierigen Geschäft. Die Bedingungen für die gesamte Modeindustrie in Europa bleiben herausfordernd, wie das im MDax notierte Unternehmen am Donnerstag in Halle/Westfalen mitteilte. Der Rückgang von Großhandelsflächen, die geringere Kundenzahl in einzelnen Läden, die Krise in Russland sowie die tiefer werdende Wertschöpfungskette der Branche prägten weiter den Geschäftsverlauf. Zudem würden das erste und zweite Quartal vom Abbau von Warenbeständen sowie von höheren Rabatten gekennzeichnet. Die Hallhuber-Übernahme könnte außerdem zu Einmalkosten führen.

Der Anstieg beim operativen Gewinn werde daher im laufenden Geschäftsjahr bis Ende Oktober nicht mit dem erwarteten Umsatzplus mithalten können. Beim Erlös rechnet der Konzern getrieben von der Hallhuber-Übernahme mit einem Plus von 14 bis 17 Prozent auf bis eine Milliarde Euro. Ohne Hallhuber würde der Erlös allerdings kaum steigen. Der Gewinn vor Zinsen und Steuern (Ebit) werde der Prognose zufolge nur zwischen fünf und zehn Prozent auf 118 Millionen Euro bis 126 Millionen Euro klettern, die Marge also sinken. An der Börse wurden der Ausblick sowie die lediglich stabil gehaltene Dividende mit Enttäuschung aufgenommen. Die Aktie büßte bis zu sieben Prozent ein.

Wie bereits seit Ende Januar bekannt, stagnierte der Umsatz im vergangenen Geschäftsjahr 2013/14 bei 852 Millionen Euro. Der Gewinn vor Zinsen und Steuern (Ebit) zog leicht auf 108,9 Millionen Euro an. Unter dem Strich blieb der Überschuss mit 71,4 Millionen Euro stabil. Die Dividende soll weiter bei 75 Cent liegen. (dpa)

 

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