Beim Modekonzern Gerry Weber reißen die Umbauarbeiten nicht ab. Um die Profitabilität der Gruppe nachhaltig zu verbessern, habe der Aufsichtsrat den Vorstand zur Erarbeitung eines Performanceprogramms beauftragt, teilte der Konzern am Mittwoch mit. Details dazu will Gerry Weber bei der Bilanzpressekonferenz am 27. Februar bekannt geben. Fest steht, dass durch das Programm weitere Kosten anfallen werden, die das laufende Geschäftsjahr 2017/2018 belasten. So rechnet der Modekonzern mit einem operativen Ergebnis (Ebit) in Höhe von 10 bis 20 Millionen Euro und einem Umsatz von 870 bis 890 Millionen Euro. Die Aktie gab zuletzt um 3 Prozent nach.

Gerry Weber befindet sich bereits auf Schrumpfkurs, dem etliche Läden zum Opfer gefallen sind. Zudem wurde in das Online-Angebot und einen neuen Markenauftritt investiert. Bei den Kernmarken Gerry Weber, Taifun, Samoon und talkabout, auf die nach wie vor gut drei Viertel der Umsätze entfallen, lief das Geschäft im vergangenen Jahr aber weiter schlecht. Nach ersten Berechnungen sank der Konzernumsatz daher 2016/2017 um 2,2 Prozent auf knapp 881 Millionen Euro, wie der Konzern bereits Ende Januar mitgeteilt hatte. Das Ebit belief sich auf 10,3 Millionen Euro.

Gerry Weber wird nun früher als geplant einen Digital-Vorstand bekommen. Johannes Ehling wird bereits zum 1. April die Arbeit aufnehmen und den zuletzt zweiköpfigen Vorstand verstärken. Gleichzeitig wurde das Amt des seit November interimsweise agierenden Finanzvorstands Jörg Stüber um drei Jahre verlängert. Vorstandschef des Unternehmens ist der Sohn von Firmengründer Gerhard Weber, Ralf Weber. (dpa)

 

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