Der schlingernde Modekonzern Gerry Weber ist im vergangenen Geschäftsjahr in die roten Zahlen gerutscht. Rückläufige Umsätze und die Kosten für das laufende Sparprogramm lasteten auf dem Ergebnis. Am Ende wies Gerry Weber unter dem Strich für 2016/2017 ein Minus von 0,8 Millionen Euro aus, wie das Unternehmen am Dienstag mitteilte. Im Vorjahr hatte Gerry Weber 0,5 Millionen Euro Gewinn gemacht. Der Umsatz ging um 2,2 Prozent auf 881 Millionen Euro zurück.

Gerry Weber hatte bereits vorläufige Zahlen vorgelegt und auch klar gemacht, dass der bisherige Sparkurs nicht ausreicht. Trotz der vielen Maßnahmen zur Kostensenkung sei es nicht gelungen, die Profitabilität der Gruppe zu verbessern, räumte das Unternehmen ein. Gerry Weber hatte unter anderem über 140 Läden dicht gemacht und versucht, den Markenauftritt zu verjüngen.

Nun will der Konzern mit einem weiteren Programm nachlegen, bei dem es um die Themen Beschaffung, Produktentwicklung, Sortimentsgestaltung und Digitalisierung geht. Details müssen noch erarbeitet werden. Das Programm wird aber das Ergebnis des laufenden Geschäftsjahres belasten. Das Ergebnis vor Zinsen und Steuern soll 2017/2018 zwischen 10 und 20 Millionen Euro liegen und der Umsatz nahezu stabil bleiben. (dpa)

 

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