Gerry Weber will Expansionstempo in Deutschland drosseln

Nachdem erst kürzlich bekannt wurde, dass das Modeunternehmen Gerry Weber seine Mitarbeiterzahl signifikant reduzieren will, hat das Management nun seine Zukunftspläne bekanntgegeben. Demnach sehen die Verantwortlichen für alle hauseigenen Marken „großes Wachstumspotenzial“.

Mit den vier Markenfamilien Gerry Weber, Taifun, Samoon und Hallhuber sowie einem zunehmend diversifizierten Produktportfolio decke man bereits jetzt alle Altersgruppen und Kleidungsgrößen im Markt für Damenoberbekleidung ab, heißt es. „Für die Marken Taifun, Samoon und vor allem Hallhuber sehen wir auch weiterhin genügend Wachstumspotenzial in unserem Heimatmarkt Deutschland. Die Marke Gerry Weber ist bereits sehr gut distribuiert, so dass wir hier das Expansionstempo in Deutschland drosseln werden“, so Ralf Weber, Vorstandsvorsitzender der Gerry Weber International AG.

Ein Schwerpunkt der hauseigenen Wachstumsstrategie werde auch zukünftig im weiteren Ausbau selbst betriebener Verkaufspunkte in Europa liegen. Ziel sei es, die Markenbekanntheit weiter zu erhöhen, Marktanteile zu gewinnen und damit profitables Wachstum für die Unternehmensgruppe zu sichern, so Weber weiter.

Hallhuber als Wachstumstreiber

Der Firmenchef weiß: „Das derzeit herausfordernde Marktumfeld für die gesamte Modeindustrie macht es uns nicht gerade leicht unsere Wachstumsziele umzusetzen, aber wir haben mit der Modernisierung unserer Marken und der Akquisition von Hallhuber eine Basis geschaffen, um das zukünftige Wachstum der Gerry Weber Gruppe zu sichern.“ Zudem habe man entsprechende Maßnahmen eingeleitet, um das bisherige Geschäftsmodell weiter zu vertikalisieren und schneller auf die Bedürfnisse der Zielgruppe eingehen zu können.

So plant Hallhuber für das laufende Geschäftsjahr einen Umsatz zwischen 110 und 120 Millionen Euro, was einem Anstieg von 16 bis 20 Prozent im Vergleich zum Vorjahr entspricht. „Wir erwarten aus der Hallhuber Übernahme bereits im ersten Jahr der Konsolidierung einen positiven Beitrag zum Unternehmenserfolg der Gruppe,“ so Weber, der für die Marke ein „enormes Wachstumspotenzial in Deutschland und Europa“ ausgemacht hat. Eine Einschätzung, die nicht von ungefähr kommt. So konnte die Anzahl der ursprünglich für 2015 geplanten 30 Geschäfte durch die Nutzung des firmeneigenen Vertriebsnetzes bereits auf weit über 50 ausgeweitet werden.

Foto: Hallhuber/Gerry Weber

 

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