Gewerkschaften setzen Adidas wegen Tarifverhandlungspraktiken unter Druck
Anfang dieses Monats trafen sich Gewerkschaftsvertreter:innen aus wichtigen Lieferländern des deutschen Sportartikelherstellers Adidas in Tangerang, Indonesien. Sie diskutierten über Arbeitsstandards, Tarifverhandlungen und Arbeitsbedingungen in der globalen Lieferkette der Marke. An dem Treffen nahmen rund 30 Gewerkschaftsdelegierte aus Kambodscha, Indonesien, Pakistan, Indien und Myanmar sowie Vertreter:innen der deutschen Gewerkschaft IGBCE teil. Dies unterstreicht, wie genau die Arbeitsbeziehungen am Hauptsitz von Adidas im Ausland beobachtet werden.
Das Treffen war von wachsender Besorgnis über den Austritt von Adidas aus den Flächentarifverträgen in Deutschland zum 1. September 2025 geprägt. Laut IGBCE beendet die Entscheidung langjährige Vereinbarungen für die Schuh- und Sportartikelindustrie und stellt einen Bruch mit etablierten Sozialpartnerschaftsmodellen dar. Alexander Bercht, Vorstandsmitglied der IGBCE, teilte den Delegierten mit, dass Bemühungen zur Wiederaufnahme der Verhandlungen bisher unbeantwortet geblieben sind.
Für die Gewerkschaften in Asien hatte dieser Schritt eine Wirkung, die über Europa hinausging. Vertreter:innen berichteten von anhaltendem Druck auf die Zulieferbetriebe, begrenztem Schutz für Arbeiter:innen und Hindernissen bei der Einreichung von Beschwerden. Sie befürchten, dass sich diese Bedingungen verschlechtern könnten, wenn die Tarifverhandlungen an der Spitze geschwächt werden. „Entscheidungen, die in Deutschland getroffen werden, bleiben nicht in Deutschland“, bemerkte Bercht. Diese Meinung wurde während des Treffens wiederholt geäußert.
Im Vorfeld der Gespräche schrieb die globale Gewerkschaft IndustriALL an den Chief Executive Officer (CEO) von Adidas, Bjørn Gulden. Sie forderte das Unternehmen auf, sich wieder zu Tarifverhandlungen und internationalen Arbeitsstandards zu bekennen. IndustriALL hat Adidas außerdem aufgefordert, der ACT-Initiative für existenzsichernde Löhne und Tarifverhandlungen beizutreten. Zu dieser Initiative gehören Marken wie H&M, Inditex und Zalando. Adidas hat diesen Schritt bisher abgelehnt.
Es wurden auch Bedenken hinsichtlich der fortgesetzten Beschaffung aus Myanmar geäußert. Dort ist nach Ansicht der Gewerkschaften die Vereinigungsfreiheit seit dem Militärputsch von 2021 praktisch unmöglich.
Für Modeunternehmen verdeutlicht das Thema eine bekannte Spannung. Die Arbeitsbeziehungen in der Unternehmenszentrale prägen zunehmend die Glaubwürdigkeit, das Risiko und die Widerstandsfähigkeit entlang der globalen Lieferketten. Als Reaktion darauf einigten sich die Gewerkschaften darauf, unter dem Dach von IndustriALL ein internationales Adidas-Netzwerk zu gründen. Ziel ist es, den Druck und die Aufsicht über Grenzen hinweg zu koordinieren.
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