Kleiderspenden für Bedürftige sollen nach dem Willen von Handel, Wohlfahrtsverbänden und Grünen für Händler attraktiver werden. Dazu fordern sie von der Bundesregierung, die Umsatzsteuer auf Sachspenden abzuschaffen. "Rund 500 Millionen Kleider und Schuhe liegen nach Schätzungen des Textilverbandes in den Lagern", sagte die Grünen-Fraktionsvorsitzende Kathrin Göring-Eckardt am Mittwoch. Das Vernichten von Kleidung und Schuhen dürfe nicht lohnender für Händler sein als das Spenden für den guten Zweck. Mit dem Appell #SpendenStattVernichten rufen die Grünen-Bundestagsfraktion, der Handelsverband Deutschland und der Paritätische Wohlfahrtsverband mit weiteren Akteuren die Bundesregierung zum Handeln auf.

Die Grünen-Fraktionschefin und die Verbände fordern Bundesfinanzminister Olaf Scholz (SPD) auf, eine langfristige rechtliche Grundlage zur Abschaffung der Umsatzsteuer auf Textilspenden zu schaffen. Bislang gebe es nur einen Entwurf, der eine vorübergehende Abschaffung bis zum 31. Dezember 2021 vorsehe. Handelsverbandschef Stefan Genth wies darauf hin, dass im Gegensatz zu Textilspenden auf Lebensmittelspenden an Tafeln beispielsweise keine Umsatzsteuer anfalle. (dpa)

 

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