H&M investiert in E-Commerce Startup Thread

Der schwedische Modekonzern H&M hat über seinen Investmentarm mehrere Millionen Euro in das Londoner Männermode-Startup Thread gepumpt, das persönliche Stylisten mit Technologie und künstlicher Intelligenz verbindet, um Männern Einkauf und Styling zu erleichtern.

H&M CO:LAB hat bereits einige innovative Startups wie Aday und Worn Again finanziert, die auf Technologie oder nachhaltige Alternativen setzen. Die B-Finanzierungsrunde für Thread wurde von H&M angeführt und hat dem Startup zusätzliche 22 Millionen US-Dollar (19 Millionen Euro) eingebracht, unter anderem von Balderton Capital, Beringea and Forward Partners. Jetzt verfügt es über Gesamtinvestitionen in Höhe von 40 Millionen US-Dollar (knapp 35 Millionen Euro).

„Wir hatten schon immer sehr gute Investoren aus der Tech- und Startup-Welt und in dieser Runde waren wir daran interessiert, einen Investor zu finden, der die Modebranche genau kennt“, sagte Thread-Geschäftsführer und Mitgründer Kieran O'Neill gegenüber Drapers. „H&M ist eines der besten globalen Handelsunternehmen, und wenn es darum geht, Kunden zu verstehen und wie Leute weltweit einkaufen, kann es viel mehr bieten als ein normaler Investor.“

Die Plattform fungiert als persönlicher Stylist und benutzt einen Algorithmus, um Thread-Kunden Styles, Marken und Größen anzubieten, die persönlich auf sie abgestimmt sind. Seit seiner Gründung im Jahr 2012 ist Thread auf über 1 Million Benutzer angewachsen, die von einem Team von 100 Mitarbeitern betreut sowie von über 500 Top-Marken bedient werden. Die Finanzspritze soll in eine Verstärkung des KI-Teams und Investitionen in Marketingstrategien verwendet werden.

„Wir starten unsere erste Outdoor-Werbekampagne in ein paar Wochen in der U-Bahn ... und wir haben auch ein eigenes Kreativteam aufgebaut. Die Finanzierung gibt uns die Chance, unsere visuelle Identität zu aktualisieren“, erklärt O’Neill. Und das bedeutet durchaus spannende Neuerungen, die herkömmliche E-Commerce Plattformen nicht bieten.

„Wir planen, in die Bereiche Data Science, künstliche Intelligenz und die Entwicklung des Designs zu investieren, damit wir eine Menge Dinge tun können, die Kunden wollen und die in E-Commerce-Bereichen nicht möglich sind, also zum Beispiel Kleidung an einem Modell zu sehen, das so aussieht wie man selbst oder die Information in der Beschreibung eines Artikels, dass man groß ist und dass einem diese Schuhe zum Beispiel gut stehen werden “, führt O’Neill laut The Guardian weiter aus.

Thread wurde 2012 von Geschäftsführer Kieran O’Neill und dem technischen Leiter Ben Phillips gegründet. Von Anfang an verwandte das Unternehmen viel Zeit auf die Entwicklung und genaue Abstimmung seines Algorithmus, um das Angebot zu personalisieren. Kunden melden sich an und beschreiben ihre Vorlieben, die dann verwendet werden, um ihnen Mode zu präsentieren, die diesen entspricht. Dabei helfen ihnen persönliche Stylisten, die von Technologie und künstlicher Intelligenz unterstützt werden.

Foto: Thread Website
 

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