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Hema wird 100: Ein chronologischer Blick auf den niederländischen Einzelhändler

Hema wird 100 Jahre alt – und das wird natürlich mit Rauchwurst, Tompouce und einem Blick auf ein Jahrhundert Einzelhandelsgeschichte der Hollandsche Eenheidsprijzen Maatschappij Amsterdam (H.E.M.A) gefeiert. Die Ladenkette öffnete am 4. November 1926 erstmals ihre Türen in der Kalverstraat in Amsterdam. Der Rest ist Geschichte.

Das hundertste Jubiläumsjahr von Hema beginnt mit einem strategischen Meilenstein. Mississippi Ventures schließt die Übernahme der restlichen 50 Prozent der Anteile ab. Dadurch geht der Einzelhändler vollständig in den Besitz von Van Eerd Retail über, der Holdinggesellschaft hinter Unternehmen wie Jumbo. Hema zufolge markiert dies den Beginn einer neuen Wachstumsphase: Es entsteht zusätzlicher Raum für Investitionen in die Markenentwicklung, die Modernisierung der Geschäfte und das Kund:innenerlebnis. Chief Executive Officer (CEO) Saskia Egas Reparaz spricht von einer soliden Grundlage für weiteres Wachstum. Die Vorsitzende Colette Cloosterman-van Eerd gibt an, dass geprüft werde, wo Hema und Jumbo sich gegenseitig stärken können, wobei beide Marken eigenständig bleiben sollen.

Anfang am 4. November 1926

Hema, damals noch als Hollandsche Eenheidsprijzen Maatschappij Amsterdam (H.E.M.A) bekannt, öffnet am 4. November 1926 zum ersten Mal seine Türen. Die erste Filiale des Kaufhauses befindet sich in der Kalverstraat in Amsterdam. An der Spitze des Unternehmens stehen die Gründer Arthur Isaac und Leo Meyer. Beide waren zuvor als Generaldirektoren beim Kaufhaus de Bijenkorf tätig. Isaac und Meyer führen ein US-amerikanisches Modell auf dem niederländischen Einzelhandelsmarkt ein: Sie verkaufen Tausende von Artikeln des täglichen Bedarfs „ausschließlich zu Einheitspreisen“. Alle Produkte kosten zehn, 25 oder 50 Cent. Die erste Kundin der ur-holländischen Kette ist Frau Moerkerk-van der Pol.

Die erste HEMA-Filiale in der Kalverstraat, Ende der 1920er Jahre. Bildrechte: Hema Unternehmensarchiv

1927: Ein Jahr später gibt es zehn Hema-Filialen

Ein Jahr nach der Gründung wird der erste Standort außerhalb der Hauptstadt eröffnet. Im Jahr 1928 gibt es bereits zehn H.E.M.A-Filialen. Das Unternehmen hebt sich von anderen Kaufhäusern und Einzelhandelsunternehmen ab, indem es von jedem Produkt im Sortiment nur eine einzige Variante anbietet.

Das Unternehmen kämpft anfangs jedoch mit einem Imageproblem: Bürger:innen der Oberschicht wollen nicht in diesem Kaufhaus gesehen werden. Sie wandeln die Abkürzung H.E.M.A. in „Hier Eet Men Afval“ (Hier isst man Abfall) um. Dennoch kommt es häufig vor, dass die reichen Bürger:innen heimlich ihre Bediensteten in den Laden schicken, um doch in dem günstigen Geschäft einkaufen zu können.

1940-1945: Zweiter Weltkrieg

Zu Beginn des Zweiten Weltkriegs zählte Hema fast 300 jüdische Mitarbeitende. Schon bald wird das Unternehmen „judenfrei“ gemacht. Das Kaufhaus versucht jedoch, den entlassenen Arbeitnehmer:innen nach Möglichkeit zu helfen. Dies wird durch das deutsche Regime erschwert, aber Hema erhält dennoch den Spitznamen „Help Elkaar Met Alles“ (Helft Einander Mit Allem). Letztendlich überleben 201 der 300 ehemaligen Mitarbeitenden den Krieg nicht. Bis heute legt Hema jedes Jahr während der Totengedenkfeier einen Kranz für die Opfer nieder.

HEMA-Schaufenster nach der Befreiung im Zweiten Weltkrieg. Bildrechte: Hema Archivbild

1945 - 1952: H.E.M.A. wird zu Hema und stellt auf vollständige Selbstbedienung um

Der Firmenname wird in Hema geändert.

Nach dem Krieg steigt der Wohlstand und die Menschen haben mehr Geld zur Verfügung. Hema beschließt daher, sein Geschäftsmodell zu ändern. Es geht nicht mehr um Tiefstpreise, sondern Qualität und Erreichbarkeit werden am wichtigsten. Hema soll in so vielen Städten wie möglich verfügbar sein.

Nach 1952 werden die Theken bei Hema durch neue Ladenmöbel ersetzt. Die Kette stellt auf vollständige Selbstbedienung um.

Einkaufende Kund:innen in den 50er- und 60er-Jahren. Bildrechte: Hema Archivbild

1958 - 1985: Hema wird die erste Franchise-Organisation der Niederlande

Hema ist das erste Unternehmen in den Niederlanden, das das Franchise-Modell einführt. Da das Unternehmen viele neue Filialen eröffnen möchte, bittet es selbstständige Unternehmer:innen, unter demselben Namen und Erscheinungsbild zu verkaufen. Durch dieses Franchise-Modell wächst Hema zwischen 1960 und 1985 von 43 auf 192 Filialen. Das Unternehmen ist heute noch die größte niederländische Franchise-Organisation.

Eröffnung der ersten Franchise-Filiale von Hema in Roosendaal. Bildrechte: Hema Archivbild

Mit Blick auf eine Zukunft im Ausland baut das Unternehmen in den 60er Jahren auch ein eigenes Vertriebszentrum in Utrecht.

1984 - 2000er Jahre: internationale Expansion

Der erste Schritt ins Ausland führt die ur-holländische Kette nach Belgien. Im Jahr 1984 eröffnet Hema das erste Geschäft im Nachbarland. Bis 1997 wächst die Zahl auf etwa 20 Geschäfte.

Im Jahr 2002 expandiert Hema nach Deutschland. 2006 eröffnet das Unternehmen ein Geschäft in Frankreich und in Luxemburg sowie ein Handelsbüro in Südostasien.

2007: Lion Capital kauft Hema

Die britische Investmentgesellschaft Lion Capital kauft Hema von Maxeda. Der Übernahmepreis wird nicht bekannt gegeben. Das Financieele Dagblad berichtet jedoch damals, dass es sich um 1,1 Milliarden Euro handelt. Zum Zeitpunkt der Übernahme hat Hema mehr als 55 Filialen in Belgien und fünf in Deutschland. Die Kette ist der Meinung, dass der neue Eigentümer dem Unternehmen allen Raum für weiteres Wachstum geben wird.

Ronald van Zetten ist seit 2003 Chef von Hema. Laut De Tijd startet er energisch. In den Niederlanden wächst die Zahl der kleinen Filialen stark, vor allem an Bahnhöfen und in Dörfern. Diese sogenannten AA-Geschäfte werden größtenteils von Franchisenehmer:innen betrieben. Im Ausland expandiert Hema vor allem in Belgien, Deutschland und – in geringerem Maße – in Frankreich und Luxemburg. Die ausländischen Filialen laufen gut. Aber in den Niederlanden, die immer noch mehr als 80 Prozent des Umsatzes ausmachen, läuft es weniger gut. Es gibt immer mehr Konkurrenz und 2008 beginnt die Krise, so De Tijd.

2008: Hema führt neues Ladenkonzept ein und Gerät in die roten Zahlen

Hema eröffnet das erste Geschäft nach neuem Konzept in der Herestraat in Groningen. Die Produkte werden nicht nur in Regalen präsentiert, es gibt auch sogenannte Inspirationstische, die mit Themenpräsentationen und Wohnzimmer-Präsentationen arbeiten.

Im August 2008 geht aus dem ersten Jahresbericht hervor, dass Hema durch die Finanzierung der Übernahme durch Lion Capital, insbesondere durch hohe Zinskosten, einen Verlust erleidet.

2008 - 2009: Hema erobert das Ausland, schreibt aber trotz Umsatzplus Verluste

Im März 2009 meldet Hema ein Gewinnwachstum, wenn die Schuldenlast nicht berücksichtigt wird. Hema eröffnet in diesem Jahr 53 neue Geschäfte. Im Jahr 2009 werden weitere 50 Filialen eröffnet. Hema expandiert in Frankreich mit Geschäften in Lille und der Region Paris.

Die niederländische Kaufhauskette teilt im November 2009 mit, dass sie ihre Geschäfte kostengünstiger und effizienter gestalten wolle, dass es jedoch keine betriebsbedingten Kündigungen geben werde. Kurzfristig wird die Umstrukturierung jedoch Folgen für Hunderte von Mitarbeitenden haben.

Auch 2009 erleidet Hema trotz eines Umsatzplus einen Verlust. Ein Lichtblick ist, dass der Eigentümer des Einzelhandelskonzerns Hema, Lion Capital, einen Teil des Gesellschafterdarlehens von Hema in Eigenkapital umgewandelt hat.

Hema in Rotterdam im Jahr 2009. Bildrechte: Hema Unternehmensarchiv

September 2010: Hema steht erneut zum Verkauf

Lion Capital sucht 2010 nach einem Käufer.

Seit dieser Übernahme ist der Umsatz von Hema gestiegen. Einerseits durch die starken Ergebnisse der bestehenden Geschäfte, andererseits durch die Erweiterung der Anzahl der Geschäfte von 355 im Jahr 2007 auf die heutige Zahl von 530. Auch der Online-Verkauf ist stark gewachsen.

Was ebenfalls zunahm, ist die Kritik an dem einst ur-holländischen Unternehmen. So wurde das Unternehmen durch die von Lion Capital für den Kauf von Hema erdachte Konstruktion mit einer hohen Schulden belastet. Da die Finanzierungskosten für die Übernahme auf Rechnung von Hema selbst gingen, hatte das Unternehmen im Juli 2007 eine Schuld von über einer Milliarde Euro bei Lion Capital, für die es auch Zinsen zahlen musste. Anfang dieses Jahres wandelte der Eigentümer des Einzelhandelskonzerns einen Teil des Gesellschafterdarlehens in Eigenkapital um. Des Weiteren meldete die Gewerkschaft FNV eine Zunahme von Beschwerden über die Arbeitsbelastung im Unternehmen.

Juni 2011: Hema wird vom Markt genommen

Lion Capital nimmt die Kaufhauskette Hema im Juni 2011 vom Markt. Ahold, der Eigentümer von Albert Heijn, und Lion Capital konnten sich nicht über den Preis einigen.

Etwa zur gleichen Zeit wurde bekannt, dass das Personal von Hema eine Lohnerhöhung erwarten kann. FNV und die Gewerkschaft CNV stimmten dem Endangebot zu, das Hema bei den Tarifverhandlungen gemacht hatte. Die Mitarbeitenden der Ladenkette erhalten in diesem Jahr eine Lohnerhöhung von 1,9 Prozent.

2012-2013: Hema setzt auf Mode und Beauty, kämpft aber mit der Wirtschaftslage

Im Geschäftsjahr 2012 verzeichnet Hema eine leichte Umsatzsteigerung, wie der Einzelhandelskonzern im April 2013 bekannt gibt. Der Nettogewinn hat sich von 11,4 Millionen Euro im Jahr 2011 auf 6,4 Millionen Euro fast halbiert.

Hema hat sich im vergangenen Jahr stärker auf die Bereiche Beauty und Mode konzentriert, da das Unternehmen dort noch Wachstumsmöglichkeiten sieht. Die Kosmetikabteilung wurde erneuert und es wurden zwei eigenständige Beauty-Shops in Amsterdam und Haarlem eröffnet. Seit März 2013 hängt die erneuerte Fast-Fashion-Kollektion von Hema in den Regalen. „Unsere Kund:innen können jetzt für ein komplettes Outfit zu Hema kommen und nicht nur für Basics“, erzählte Bastiaen Vries. Er wurde im Juli 2012 als Head of Design und Konzeptentwicklung eingestellt, um den Mode-Masterplan in die richtigen Bahnen zu leiten.

Juni 2014: Umschuldung

Hema wird Schulden in Höhe von 715 Millionen Euro umschulden. CEO Ronald van Zetten beginnt im Juni eine Reise zu Investor:innen, um Geld zu beschaffen.

Aus dem Jahresbericht 2013 geht hervor, dass die Kaufhauskette insgesamt eine Schuld von fast 800 Millionen Euro hat. Davon entfallen 193 Millionen Euro auf die Muttergesellschaft Lion Capital. Auf diesen Teil der Schuld zahlt das Unternehmen zehn Prozent Zinsen, die wiederum zur bestehenden Schuld addiert werden.

Das ursprünglich niederländische Unternehmen ist möglicherweise infolge der Rezession und Investitionen in neue Geschäfte im Ausland in die roten Zahlen geraten. Seit Hema 2007 von Lion Capital übernommen wurde, hat das Unternehmen mit Ausnahme von 2011 und 2012 stets Verluste gemacht. Im Jahr 2013 erlitt das Unternehmen einen Verlust von 16,4 Millionen Euro. Der Verkauf in den Niederlanden bleibt vor allem aufgrund der abnehmenden Besucher:innenzahlen in den Innenstädten, des geringen Vertrauens der Verbraucher:innen und der noch nicht nachhaltigen Erholung auf dem Wohnungsmarkt zurück, ließ Van Zetten wissen.

Gleichzeitig hat Hema eine beträchtliche Anzahl neuer Geschäfte in Frankreich und im neuen Markt Spanien eröffnet. Es liegen Pläne für eine Expansion in Großbritannien vor. Hema glaubt, durch die Auslandsexpansion wieder Gewinne erzielen zu können. Insgesamt ist die Anzahl der Geschäfte um 64 Prozent gestiegen. Ende letzten Jahres hatte Hema insgesamt 666 Geschäfte, davon 138 im Ausland. In den Niederlanden kündigte Hema im April eine Umstrukturierung an, durch die 65 Vollzeitstellen wegfielen. Hema strich Stellen in Bäckereien, in der Zentrale und im Vertriebszentrum.

September 2014: Neuer Kurs: Ladenkonzept und Sortiment werden überarbeitet

Hema ändert die Ladeneinrichtung. Durch niedrige Tische sollen neue Produkte laut CEO Ronald van Zetten besser auffallen. In diesem Monat soll die Umgestaltung von 500 niederländischen Geschäften abgeschlossen sein. Insgesamt wurden 330.000 Quadratmeter Verkaufsfläche neu gestaltet.

Auch das Sortiment wird erneuert. Hema führt 600 neue Artikel ein. Hauptsächlich Geschenkartikel, oder wie Van Zetten die Produkte nennt: Muntermacher. Für Damenmode konzentriert sich Hema wieder mehr auf eine umfangreiche Basic-Linie.

April 2015: CEO Ronald van Zetten verlässt Hema nach zwölf jahren

Ronald van Zetten legt seine Aufgaben als CEO nieder. Er tritt nicht zurück, weil es ihm nicht gelungen ist, das Blatt für Hema zu wenden. Der Topmanager Van Zetten geht, weil er Hema erfolgreich für zukünftiges Wachstum transformiert hat.

Obwohl Hema unter Van Zetten zu einer internationalen Einzelhandelskette mit fast 700 Geschäften heranwuchs, waren es schwierige Jahre. Jedes Quartal schien das Unternehmen tiefer in die roten Zahlen zu rutschen.

Im Jahr 2014 gab es bereits Kritik an Hema's CEO. Beteiligte wiesen vor allem auf die Art und Weise hin, wie er das Unternehmen führte. Er würde „nationales Erbe verschleudern“, keine Einzelhandelskenntnisse haben und nicht offen für Anmerkungen sein.

Tjeerd Jegen übernimmt die Nachfolge von Ronald van Zetten als CEO bei Hema.

Mai 2015: Enttäuschende Ergebnisse für 2014 und Abgang von CFO Ad Walter; Hema kündigt Umstrukturierung an

2014 war kein gutes Jahr für Hema. Der Umsatz belief sich auf 1,1 Milliarden Euro und der Nettoverlust betrug 189,2 Millionen Euro.

Dem Kaufhaus zufolge gab es zwei Hauptgründe für den Anstieg des Nettoverlustes: Erstens sank der erwartete Umsatz stark. Als Hema vom derzeitigen Eigentümer Lion Capital übernommen wurde, lag das Umsatzniveau um mehr als 23 Millionen Euro höher. Dieses Niveau erwartet das Kaufhaus erst 2017 wieder zu erreichen. Als zweiter Grund werden die gestiegenen Verkaufs- und Verwaltungskosten genannt; hier wurden 26,1 Millionen Euro mehr ausgegeben als 2007. Auch andere Kostenpunkte spielten eine große Rolle bei den schlechten Ergebnissen, wie Umstrukturierungskosten, zusätzliche Lohnkosten im Zusammenhang mit dem Umbau der niederländischen Geschäfte und Abschreibungen auf Finanzierungskosten.

Hema teilt mit, „eine Transformation eingeleitet zu haben“, um die enttäuschenden Ergebnisse umzukehren und das Kaufhaus widerstandsfähiger gegen herausfordernde Marktbedingungen zu machen.

Die Jahreszahlen fallen auch mit der Nachricht zusammen, dass der Chief Financial Officer (CFO) Ad Walter nach sechs Jahren das Kaufhaus verlässt.

Zweite Hälfte 2015: frischer Wind durch CEO Tjeerd Jegen

Jegen erhielt bei seiner Ernennung im April dieses Jahres einen einzigen Auftrag: Er sollte Hema wieder gesund machen und Raum für Wachstum schaffen. Für neue Geschäfte gibt es in den Niederlanden jedoch kaum Platz. Deshalb sieht Jegen viele Möglichkeiten, mit den bestehenden Geschäften zu wachsen.

Der Topmanager kündigt eine Metamorphose der niederländischen Hema-Filialen an, um diese übersichtlicher zu gestalten. Auch die Zusammensetzung einiger Produktgruppen wird sich ändern. So erklärte Jegen, bei der Mode von der Konkurrenz mit großen Modeketten wie H&M und Zara abzurücken; er wolle sich mehr auf gute Basisprodukte konzentrieren. In der Kategorie Lebensmittel will Hema zudem kein Mini-Supermarkt mehr sein. Der Fokus soll auf Gebrauchs- und Anlassmomenten wie Geburtstagen oder Festen liegen.

Auch im Sortiment will Jegen kürzen. „Wir haben jetzt 25.000 Artikel im Sortiment. Das ist so gewachsen, aber es ist zu viel“, stellt er fest.

Der CEO will außerdem Online-Bestellungen in den Geschäften abwickeln, um den Internetverkauf zu steigern.

Weiterhin in der zweiten Hälfte des Jahres 2015: Hema führt die Discounter-Ecke Hemarkt ein, lanciert eine limitierte Fab.-Kollektion, die innerhalb eines Tages ausverkauft ist, und setzt die Zusammenarbeit mit Moam für Hema fort.

Tjeerd Jegen. Bildrechte: Hema

April 2016: Positive Umsatzentwicklung und weniger Verlust für Hema im Jahr 2015

„2015 war für Hema ein wichtiges Jahr. Wir freuen uns über die positive Umsatzentwicklung. Unsere Kund:innen haben unsere Geschäfte mehr denn je besucht. Zum ersten Mal seit 2008 ist der flächenbereinigte Umsatz vier Quartale in Folge gestiegen. Auch international haben wir mehr Geschäfte eröffnet und unser flächenbereinigter Umsatz ist dort stark gestiegen. Wir liegen mit unseren kurzfristigen Prioritäten auf Kurs und haben unsere Strategie geschärft“, erklärt Jegen.

Hema konnte den Verlust im Jahr 2015 halbieren. Der Nettoverlust für das Geschäftsjahr 2015 belief sich auf 72,5 Millionen Euro, während er 2014 noch 189,2 Millionen Euro betrug. Zudem stieg der Umsatz um 5,8 Prozent.

Die internationale Expansion mit sieben neuen Geschäften in Frankreich, zwei in Spanien und zwei in Großbritannien wird als erfolgreich bezeichnet. In den kommenden Jahren steht bei Hema das Wachstum im Mittelpunkt. Die wichtigsten Schwerpunkte sind die Expansion von Hema in den Benelux-Ländern, eine beschleunigte internationale Expansion und mehr Verkauf über E-Commerce.

Unter der Leitung von Jegen wurde auch ein großer Teil des Managements ausgetauscht.

Oktober 2016: 90 jahre Hema

Hema feiert seinen 90. Geburtstag. Es werden spezielle Geburtstagsprodukte auf den Markt gebracht. Außerdem erscheint eine Hema-Ausgabe der niederländischen Zeitschrift Linda. mit dem Titel „Taart“ (Kuchen).

April 2017: Aufwärtstrend: Umsatzrekord 2016

Hema erzielt 2016 einen Rekordumsatz von 1,2 Milliarden Euro an Nettoverkäufen. Dieses Wachstum wird hauptsächlich durch die Umsatzsteigerung von 3,7 Prozent in den Niederlanden angetrieben, meldet das Unternehmen. Auch der Verlust wurde von 72,5 Millionen Euro im Jahr 2015 auf 26,2 Millionen im Jahr 2016 erheblich reduziert.

Hema setzt auf drei wichtige Säulen: Erstens will die Kette ihre Präsenz in den Benelux-Ländern durch das Angebot neuer Linien und eine bessere Anpassung der Geschäfte an die Kund:innenwünsche wiederbeleben. Zweitens steht die weitere internationale Expansion an. Das Unternehmen meldet positive Ergebnisse in Frankreich und die ersten Ergebnisse aus Deutschland sind vielversprechend, so die Marke. Drittens wächst der E-Commerce.

August 2017: Verkaufsverfahren eingeleitet?

Lion Capital will erneut versuchen, die niederländische Ladenkette Hema zu verkaufen. Die Investmentgesellschaft hat dafür Credit Suisse beauftragt. Das meldet die Nachrichtenagentur Reuters unter Berufung auf anonyme Quellen. Lion Capital ist seit 2007 Eigentümer von Hema und hat bereits 2010 und 2014 versucht, das Unternehmen zu verkaufen, was jedoch nicht gelang.

Gerüchte über einen bevorstehenden Verkauf von Hema kursieren bereits seit Juni. Auch die Möglichkeit eines Börsengangs wurde diskutiert.

September 2017: Debüt des internationalen Ladenkonzepts in Tilburg und Bestätigung des Verkaufs von Hema

In den Benelux-Ländern ist die Einführung der internationalen Ladenformel in kleinen Geschäften in vollem Gange. Für die größeren ist die Hema an der Heuvelstraat in Tilburg eines der Pilotprojekte. Hier wird geprüft, ob die übersichtlichere und „inspirierendere“ Einrichtung sowie das neue Food-Konzept bei den niederländischen Verbraucher:innen Anklang finden. „Es ist das schönste Hema-Geschäft in Europa“, beginnt Jegen seine Eröffnungsrede.

Kurz darauf meldet Hema in einem Bericht über die Ergebnisse des ersten Halbjahres 2017, dass das Unternehmen zusammen mit dem Eigentümer Lion Capital „strategische Optionen für die Zukunft des Unternehmens“ prüfe. Zu diesen Optionen gehört auch „ein möglicher Verkauf des Unternehmens“.

Im September macht Hema auch Schlagzeilen, indem es ankündigt, Kinderkleidung geschlechtsneutral gestalten zu wollen.

Dezember 2017: Hema verzeichnet wieder Gewinn

Im dritten Quartal 2017 hat Hema zum ersten Mal seit fünf Jahren wieder einen Nettogewinn erzielt. Der Nettogewinn belief sich in diesem Zeitraum auf 4,6 Millionen Euro, gegenüber einem Verlust von 1,6 Millionen Euro im gleichen Zeitraum des Vorjahres. „Wir sind mit unseren Ergebnissen im dritten Quartal zufrieden. Wir haben erneut gute Fortschritte bei unserer Wachstumsstrategie gemacht, wodurch wir zum ersten Mal seit 2012 im dritten Quartal einen Nettogewinn gemeldet haben“, so Jegen. „Außerdem haben wir online und international mehr verkauft.“

Hema gab in diesem Monat auch bekannt, in Österreich zu starten. Anfang nächsten Jahres eröffnet die Kette zwei Filialen in Wien. Hema hat derzeit mehr als 700 Geschäfte in sieben Ländern.

De Tijd berichtet im Dezember, dass zwischen Hema und Franchisenehmer:innen zwei Gerichtsverfahren laufen. Das Financieele Dagblad meldet, dass Angebote für Hema abgegeben wurden.

Mai 2018: „Belgischer Käufer für Hema“

Quellen aus dem Finanzsektor und der Einzelhandelsbranche berichten, dass ein Verkauf von Hema durch Lion Capital bevorstehe. Das niederländische Unternehmen soll in die Hände des Brüsseler Investors Core Equity Holding übergehen. Im Juni berichten Quellen dem Financiële Telegraaf, dass die Verhandlungen an den Verträgen gescheitert seien, die die Kette mit Franchisenehmer:innen über den Online-Verkauf habe.

Oktober 2018: Hema wird von Marcel Boekhoorn übernommen

Hema hat einen Käufer gefunden. Der niederländische Unternehmer Marcel Boekhoorn will Hema mit seiner Investmentgesellschaft Ramphastos übernehmen, wie Hema in einer Pressemitteilung meldet. Ramphastos beabsichtigt, Hema einschließlich der Schulden zu übernehmen.

Marcel Boekhoorn wird 2018 mit seiner Investmentgesellschaft der neue Eigentümer von Hema. Bildrechte: Hema

Dezember 2018: Hema gewinnt Rechtsstreit gegen Lacoste

Hema geht als Sieger aus dem Rechtsstreit mit der Modemarke Lacoste über Kinderunterwäsche mit Krokodil- und Leguan-Prints hervor. Ein Richter in Den Haag urteilt, dass die Produkte keine Markenrechte von Lacoste verletzen und keine Verwechslungsgefahr bei den Verbraucher:innen bestehe. Dabei spielen unter anderem der deutliche Preisunterschied zwischen beiden Marken eine Rolle und die Tatsache, dass Hema ausschließlich Eigenmarkenprodukte verkauft.

Das Urteil folgt kurz nach einer weniger erfolgreichen markenrechtlichen Angelegenheit für Hema. Früher in diesem Jahr verlor der Einzelhändler einen Rechtsstreit gegen Levi’s über die erkennbaren Nahtmuster auf Jeans. In diesem Fall wurde Hema zur Zahlung von rund 4,5 Millionen Euro verurteilt, wogegen das Unternehmen Berufung einlegte.

Februar 2019: Hema und Albert Heijn starten Kooperation mit gemeinsamen Pilotgeschäften

Hema und Albert Heijn kündigen eine strategische Zusammenarbeit an und eröffnen später in diesem Jahr zwei gemeinsame Pilotgeschäfte. In zwei städtischen Hema-Filialen bietet Albert Heijn das gesamte Sortiment an frischen und haltbaren Produkten an. Dadurch können Kund:innen Einkäufe beider Ketten an einem Ort erledigen.

Laut Hema-CEO Tjeerd Jegen passt die Zusammenarbeit in die Wachstumsstrategie des Kaufhauses. Darin spielen innovative Ladenkonzepte und strategische Partnerschaften eine wichtige Rolle. Die Zusammenarbeit mit Albert Heijn ist die erste, die Hema in diesem Bereich ankündigt. Auch Albert Heijn betont die Bedeutung von Komfort und Nähe in innerstädtischen Lagen. Die genauen Standorte und die Ausgestaltung der Geschäfte werden in den Monaten nach der Ankündigung weiter ausgearbeitet.

Juli 2019: Hema macht ersten Schritt nach Nordamerika über Walmart

Hema kündigt eine Expansion in die Vereinigten Staaten und nach Kanada durch eine Zusammenarbeit mit Walmart an. Die Kette beginnt mit dem Online-Verkauf auf Walmart.com. Sie prüft physische Franchise-Geschäfte und Shop-in-Shops in Kanada und den USA. CEO Jegen nennt den Schritt historisch und Teil einer breiteren internationalen Wachstumsstrategie über Partner:innen und Online-Kanäle.

Juli-Oktober 2019: Viktor & Rolf entwerfen Pride-T-Shirt und Weihnachtskollektion

Im Sommer 2018 arbeitet Hema mit den Modedesignern Viktor & Rolf an einem limitierten Pride-T-Shirt. Es trägt den Slogan „Love is for everyone“. Der gesamte Erlös wird an COC Nederland gespendet. Mit der Zusammenarbeit will Hema über Mode ein breites Publikum mit einer inklusiven Botschaft erreichen.

Die Zusammenarbeit von Viktor & Rolf mit Hema. Bildrechte: Hema

Einige Monate später wird die Zusammenarbeit mit der Weihnachtskollektion „Jingle Bows“ vertieft. Darin steht die Schleife im Mittelpunkt und das Sortiment reicht von Kleidung bis zu Wohnaccessoires. Die Kollektion in Rot- und Goldtönen ist ab November 2018 in den Hema-Geschäften und über den Webshop erhältlich.

Dezember 2019: Hema und Jumbo einigen sich auf eine Zusammenarbeit

Hema und Jumbo Supermarkten erzielen Ende 2019 eine Einigung über ihre Zusammenarbeit in den Niederlanden und Belgien. Jumbo übernimmt die Mietverträge von 17 Hema-Standorten, hauptsächlich in städtischen Lagen. Diese werden schrittweise über drei Jahre übertragen. Hema eröffnet vor der Übergabe neue Geschäfte in den betreffenden Einzugsgebieten. Dadurch bleibt das Filialnetz erhalten und Arbeitsplatzverluste werden vermieden.

Die Erlöse aus der Transaktion werden zur Reduzierung der Schulden von Hema verwendet, obwohl finanzielle Details vertraulich bleiben. Darüber hinaus entwickeln Hema und Jumbo gemeinsame Ladenkonzepte an sechs Bahnhofsstandorten, bei denen Jumbo das Lebensmittelsortiment liefert. Jumbo wird auch das Non-Food-Sortiment von Hema über seine Geschäfte und Online-Kanäle verkaufen.

Juni 2020: Niederländische Regierung erwägt Staatshilfen für Hema

Im Sommer 2020 berichtet das Financieele Dagblad, dass die niederländische Regierung an Gesprächen über die Zukunft von Hema beteiligt sei. Der Einzelhändler wird von der Regierung genau beobachtet. Dies geschieht aufgrund seiner Rolle als großer Arbeitgeber und seiner Bedeutung für die Lebensqualität der Innenstädte. Die Investmentbank Lazard wird beauftragt zu untersuchen, welche Rolle der Staat spielen kann, einschließlich der Bereitstellung von Garantien für Kredite. Die mögliche Unterstützung erfolgt vor dem Hintergrund einer hohen Schuldenlast von mehr als 750 Millionen Euro und dringenden Gesprächen über eine Umstrukturierung mit den Gläubigern.

Ende Juni 2020: Hema in den Händen von Gläubiger:innen

Nach intensiven Verhandlungen erzielt Hema im Juni 2020 eine Einigung mit den Anleihegläubiger:innen. Diese übernehmen alle Anteile der Hema B.V. als Teil einer umfassenden Umschuldung. Die Vereinbarung kommt kurz vor Ablauf eines PIK-Darlehens von 50 Millionen Euro auf Holding-Ebene zustande. Ohne eine Lösung hätte dies zu einem Insolvenzantrag führen können. Durch den Deal sinkt die Anleiheschuld von rund 750 Millionen auf etwa 300 Millionen Euro. Die jährlichen Zinslasten nehmen erheblich ab. Mit einer gestärkten Liquiditätsposition und neuer Finanzierung will Hema in Wachstum, E-Commerce und strategische Partnerschaften investieren. Die Umstrukturierung markiert das Ende der Eigentümerschaft von Ramphastos Investments und soll dem Unternehmen eine finanziell gesündere Basis für die Zukunft geben.

Im Jahr 2020 mischte sich auch die Bürgerinitiative Hena in den Übernahmekampf um Hema ein. Ihr Ziel war es, das Kaufhaus in niederländischer Hand zu halten und den Fokus stärker auf den Heimatmarkt und den Online-Verkauf zu legen. Die Initiative schied schließlich aus dem Verkaufsprozess aus. Sie versuchte jedoch, über eine Spendenkampagne bei einem anderen Bieter anzuknüpfen. Obwohl dies nicht gelang, zeigte die Aktion die starke Verbundenheit der niederländischen Öffentlichkeit mit der Marke in einer turbulenten Zeit für die Kette.

Oktober 2020: Hema erneut verkauft, bleibt in niederländischer Hand

Hema wird erneut verkauft. Dieses Mal an ein Konsortium der niederländischen Investmentgesellschaften Parcom und Mississippi Ventures, die mit der Jumbo-Familie Van Eerd verbunden sind. Mit der geplanten Übernahme im Wert von rund 440 Millionen Euro bleibt die Kaufhauskette in niederländischer Hand. Der Verkauf folgt einige Monate, nachdem Hema nach einer Umschuldung vorübergehend in den Besitz von Anleihegläubiger:innen überging. Laut CEO Tjeerd Jegen markiert der Deal einen weiteren Schritt in Richtung einer stabilen operativen Basis und der weiteren Umsetzung der strategischen Pläne. Gleichzeitig veröffentlicht Hema Quartalszahlen, die trotz anhaltender Verluste eine vorsichtige Erholung zeigen.

Hema-Filiale. Bildrechte: Hema

Januar 2021: Tjeerd Jegen tritt als CEO zurück, Saskia Egas Reparaz wird Nachfolgerin

Im Vorfeld des Abschlusses der Übernahme durch Parcom und Mississippi Ventures kündigt Hema einen Wechsel an der Spitze an. CEO Tjeerd Jegen macht Platz für Saskia Egas Reparaz. Sie ist zu diesem Zeitpunkt CEO der Drogeriekette Etos und Teil des europäischen Führungsteams von Ahold Delhaize. Hema zufolge markiert dieser Moment den Beginn einer neuen strategischen Wachstumsphase unter neuer Führung. Jegen bleibt bis zum offiziellen Startdatum seiner Nachfolgerin im Amt. Gleichzeitig wird ein neuer Aufsichtsrat zusammengestellt.

Hema CEO Saskia Egas Reparaz. Bildrechte: Hema.

Oktober 2021: Hema konzentriert sich auf Kernländer und eigene Kanäle

Im Jahr 2021 leitete Hema eine klare strategische Kursänderung ein. Die Zusammenarbeit mit Wehkamp, Franprix und Casino wurde beendet und die internationale Expansion außerhalb Europas verlangsamt. Unter der Leitung von CEO Saskia Egas Reparaz entschied sich die Kette für einen starken Fokus auf die Kernländer Niederlande, Belgien, Frankreich und Luxemburg. Dabei wurde mehr Wert auf eigene Geschäfte und Online-Kanäle gelegt. Der Schritt markierte einen Bruch mit früheren globalen Wachstumsplänen und bildete die Grundlage für die neue, konzentriertere Strategie des Unternehmens.

März 2023: Hema im High-Fashion-Bereich durch zusammenarbeit mit Duran Lantink

Während der Pariser Modewoche präsentiert der Designer Duran Lantink Entwürfe aus Hema-Hemden, unterstützt von Hema als Sponsor. Lantink ist bekannt für die Wiederverwendung von Vintage- und Deadstock-Kleidung. So finden einfache Hema-Unterhemden einen Platz in High-Fashion-Kreationen. Die Zusammenarbeit unterstreicht Hema's Fokus auf zeitloses Design und Nachhaltigkeit, auch wenn die Stücke nach der Show nicht kommerziell erhältlich sind.

Duran Lantink präsentierte während der Pariser Modewoche im vergangenen März Entwürfe aus upgecycelten Hema-Hemden. Bildrechte: Eigentum von Hema (Pressemitteilung: HEMA-Hemd wird durch Modedesigner Duran Lantink in Paris zum Modeartikel, März 2023)

Mai 2023: Umsatz- und Gewinnwachstum bestätigen neuen Kurs von Hema

Hema berichtet für das Geschäftsjahr 2022 ein starkes Umsatz- und Gewinnwachstum. Der Bruttoumsatz steigt auf fast zwei Milliarden Euro. Die Kundenzahl wächst um 35 Prozent und der Gewinn beläuft sich auf 31,6 Millionen Euro. Dieser wird vollständig in Geschäfte, Produkte und Mitarbeitende reinvestiert. Laut CEO Saskia Egas Reparaz bestätigen die Ergebnisse den Erfolg der Strategie, Hema wieder auf seine Kernidentität und Kernmärkte zu konzentrieren. Gleichzeitig erneuert der Einzelhändler das Sortiment und testet neue Ladenkonzepte, mit Plänen zur Modernisierung weiterer Filialen.

Oktober 2023: Hema startet eigenes Retail-Media-Netzwerk in Geschäften

Hema startet ein eigenes Retail-Media-Angebot. Damit können externe Marken über digitale Bildschirme in und um die Geschäfte werben. Nach Pilotprojekten mit unter anderem Lipton und Coca-Cola wird das Netzwerk auf rund 289 Bildschirme in 280 niederländischen Filialen ausgeweitet. Die Bildschirme erreichen sowohl Ladenbesucher:innen als auch Passant:innen in der Einkaufsstraße. Für Hema markiert dies einen neuen Schritt in Richtung zusätzlicher Einnahmequellen und eines breiteren Marketingangebots für Marken.

Die Retail-Media-Anzeige von Lipton bei Hema. Bildrechte: Hema

Mai 2024: Hema verdoppelt Gewinn, Umsatz steigt auf 2,1 Milliarden Euro

Hema setzt den Aufwärtstrend im Geschäftsjahr 2023 fort. Das Umsatzwachstum beträgt 7,4 Prozent auf 2,1 Milliarden Euro. Der Gewinn vor Steuern verdoppelt sich auf 61,2 Millionen Euro. Die Ergebnisse unterstreichen den Erfolg des seit 2021 eingeschlagenen Kurses. Der Fokus liegt auf den Kernmärkten Niederlande, Belgien und Frankreich, Investitionen in Geschäfte und E-Commerce sowie der weiteren Nachhaltigkeit der Kette. Der Gewinn wird erneut in das Unternehmen investiert als Grundlage für das 100-jährige Jubiläum im Jahr 2026.

November 2024: Hema wird beim Grand Prix Content Marketing zur ‘Marke des Jahres’ gekürt

Hema erhält den Titel ‘Marke des Jahres’ während des Grand Prix Content Marketing 2024 in Amsterdam. Der Preis würdigt die innovative Content-Strategie, mit der das Kaufhaus neue Zielgruppen erreicht. Dies geschieht unter anderem durch eine Fortnite-Aktivierung und einen temporären Nijntje-Laden in Antwerpen. Die Anerkennung unterstreicht die wachsende Rolle von Content und Markenerlebnis in Hema's Marketingansatz.

Dezember 2025: Familie Van Eerd wird alleinige Eigentümerin von Hema

Die Familie Van Eerd übernimmt alle Anteile von Hema vom Investor Parcom und wird alleinige Eigentümerin der Kette, vorbehaltlich der Genehmigung durch die Behörden. Nach Jahren der Umstrukturierung und des Wachstums markiert die Übernahme den Beginn einer neuen Entwicklungsphase. Geplant sind Ladenmodernisierungen, Expansion in Belgien und Frankreich sowie die weitere Integration von Online- und stationärem Handel. Laut CEO Saskia Egas Reparaz stellt der Schritt einen wichtigen Meilenstein auf dem Weg zum 100-jährigen Jubiläum dar.

Februar 2026: Übernahme endgültig abgeschlossen

Nach Erhalt aller erforderlichen Genehmigungen ist die Übernahme nun offiziell abgeschlossen. Hema ist vollständig im Besitz von Van Eerd Retail. Laut dem Unternehmen bildet die endgültige Eigentümerschaft eine solide Grundlage für die nächste Wachstumsphase. Der Fokus liegt dabei auf der Markenentwicklung, der Modernisierung der Geschäfte und der Stärkung des Kundenerlebnisses im Vorfeld und nach dem Jubiläumsjahr.

Hema ist nun vollständig im Besitz der Familie Van Eerd Bildrechte: Hema

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