Hudson’s Bay: Umsatzsprung durch Kaufhof-Übernahme

Vor allem dank der Übernahme der Warenhauskette Galeria Kaufhof ist der Umsatz des kanadischen Handelskonzerns Hudson’s Bay Company im vierten Quartal 2015/16 um rund siebzig Prozent gestiegen. Aufgrund von Einmalerlösen wurde auch das Ergebnis deutlich verbessert.

Insgesamt erwirtschaftete das Unternehmen, zu dem auch die nordamerikanischen Konzepte Hudson’s Bay, Lord & Taylor, Saks Fifth Avenue und Gilt sowie die Outletkette Saks Off 5th gehören, im Schlussquartal des vergangenen Geschäftsjahres einen Umsatz in Höhe von 4,5 Milliarden US-Dollar (3,9 Milliarden Euro). Gegenüber dem Vorjahreszeitraum bedeutete das ein Wachstum um 70,4 Prozent.

Das deutliche Plus war vor allem der Akquisition der deutschen Galeria-Kaufhof-Häuser und der belgischen Galeria-Inno-Filialen zu verdanken, die Hudson’s Bay am 30. September vergangenen Jahres zusammen mit der Sportartikelkette Sportarena vom Handelskonzern Metro übernommen hatte. Seither bilden die europäischen Neuzugänge, die zusammen über 131 Standorte verfügen, das Segment HBC Europe.

Auf vergleichbarer Fläche wuchsen die Erlöse des Konzerns währungsbereinigt um 1,8 Prozent. HBC Europe konnte im vierten Quartal, das am 30. Januar endete, flächen- und währungsbereinigt um 0,4 Prozent zulegen. Nach Angaben des Konzerns wurden dort die höchsten Zuwächse mit Kosmetikprodukten und Accessoires erzielt.

Im laufenden Jahr will der Konzern verstärkt in „Wachstumsinitiativen“ investieren

Sein Ergebnis konnte der Konzern vor allem aufgrund von internen Effizienzverbesserungen und Sondereffekten wie Neubewertungen und Einmalerlösen aus dem Verkauf von Anteilen an einem Immobilien-Joint-Venture mehr als verdreifachen: Der Nettoquartalsgewinn wuchs von 115 auf 370 Millionen US-Dollar (326 Millionen Euro).

Im gesamten Geschäftsjahr verbesserte Hudson’s Bay seinen Konzernumsatz damit um 36,6 Prozent auf 11,2 Milliarden US-Dollar. Neben den Akquisitionen und Zuwächsen bei einigen nordamerikanischen Konzepten trug dazu auch eine Umsatzsteigerung um 48,5 Prozent im Online-Geschäft bei. Flächen- und währungsbereinigt stiegen die Erlöse der des Konzerns um 2,5 Prozent, im Segment HBC Europe wuchsen sie um 1,7 Prozent. Der Jahresüberschuss sprang aufgrund der zahlreichen Sondereffekte um 66 Prozent auf 387 Millionen US-Dollar.

Für das laufende Geschäftsjahr rechnet der Konzern mit einem Umsatz in Höhe von 14,9 bis 15,9 Milliarden US-Dollar und einem um Sondereffekte bereinigten Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (EBITDA) im Bereich von 800 bis 950 Millionen US-Dollar. Außerdem kündigte er an, seine Investitionen deutlich zu erhöhen. Der Großteil der veranschlagten 750 bis 850 Millionen US-Dollar soll für „Wachstumsinitiativen“ verwendet werden, also die Eröffnung neuer und die Renovierung bestehender Filialen sowie den Ausbau der Logistikkapazitäten und des Online-Geschäfts.

Foto: Galeria Kaufhof

 

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