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IC Group schließt 2015/16 mit mageren Zahlen ab

Von Jan Schroder

5. Sept. 2016

Business

Die hohen Erwartungen vom Jahresbeginn konnte der dänische Bekleidungskonzern IC Group A/S nicht erfüllen. Die Zahlen für das Geschäftsjahr 2015/16, die in der vergangenen Woche vorgestellt wurden, seien daher „nicht zufriedenstellend“, räumte das Unternehmen ein. Vor allem die Nachfrageschwäche in den nordischen Ländern, in denen der Konzern mehr als siebzig Prozent seines Umsatzes erwirtschaftet, machte den Dänen zu schaffen. Immerhin konnte er letztlich die im Laufe des Jahres heruntergeschraubten Ziele erreichen.

Insgesamt erwirtschaftete der Konzern im abgelaufenen Geschäftsjahr einen Umsatz in Höhe von 2,66 Milliarden Dänischen Kronen (358 Millionen Euro). Damit übertraf er das Vorjahresniveau um 1,0 Prozent. Bereinigt um Wechselkursveränderungen stiegen die Erlöse um 1,9 Prozent.

Schwach fielen vor allem die Zahlen der Sportswearmarke Peak Performance aus, was allerdings auch Umstrukturierungen im Vertrieb geschuldet war. Ihr Umsatz sank um 1,8 Prozent (währungsbereinigt -1,4 Prozent) auf 936 Millionen Dänische Kronen. Damit musste das Label seinen konzerninternen Spitzenplatz abgeben. Die Marke Tiger of Sweden, die im Frühjahr auch ihren ersten Shop in Deutschland eröffnet hat, steigerte ihre Erlöse um 3,1 Prozent (währungsbereinigt +4,6 Prozent) auf 972 Millionen Dänische Kronen und ist nun das umsatzstärkste Segment der Gruppe.

Das Damenmodelabel By Malene Birger wuchs ebenfalls solide: Ihr Umsatz stieg um 4,4 Prozent (währungsbereinigt +5,3 Prozent) auf 357 Millionen Dänische Kronen. Die im Segment „Other Brands“ geführten Marken Saint Tropez und Designers Remix kamen zusammen wie im Vorjahr auf Erlöse in Höhe 400 Millionen Dänische Kronen. An beiden Labels ist der Konzern mehrheitlich beteiligt, sie werden aber ausdrücklich nicht zum Kerngeschäft gezählt.

Im laufenden Jahr will der dänische Bekleidungskonzern sein Wachstumstempo wieder deutlich erhöhen

Beim Ergebnis konnte der Konzern kräftig zulegen. Zum einen fielen die Verluste des Mid-Market-Segments weg, das inzwischen verkauft wurde. Zum anderen konnte das Management Fortschritte bei verschiedenen Vorhaben machen, mit denen Kosten gesenkt und die allgemeine Effizienz gesteigert werden sollen. Diese Maßnahmen betreffen die Beschaffung und Logistik ebenso wie die Größe und Zusammenstellung des Sortiments. So wurden die Kollektionen gestrafft und gezielter auf die Kundenwünsche ausgerichtet, um potenzielle Überangebote und damit einhergehende Rabattaktionen zu reduzieren.

Aufgrund dieser Faktoren stieg der operative Gewinn um 17,4 Prozent auf 243 Millionen Dänische Kronen. Der ausgewiesene Jahresüberschuss fiel mit 195 Millionen Dänischen Kronen (26 Millionen Euro) sogar um 39,3 Prozent höher aus als im Vorjahr. Der Nettogewinn aus fortgeführten Geschäften – also ohne den Anteil inzwischen abgegebener Segmente – wuchs immerhin um 24,7 Prozent.

Für das laufende Geschäftsjahr rechnet die Konzernleitung mit einem währungsbereinigten Umsatzwachstum um mindestens sechs Prozent. Die EBIT-Marge soll wie im abgelaufenen Jahr (9,1 Prozent) etwa bei neun Prozent liegen. Zusätzliche Ausgaben für die Flächenexpansion sollen durch weitere Verbesserungen bei der Bruttomarge kompensiert werden.

Foto: Tiger of Sweden

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