Insolvenzen in der Modebranche im Jahr 2024 rückläufig
31. Jan. 2025
Die Düsseldorfer Beratungsgesellschaft Falkensteg hat die Großinsolvenzen in der Modebranche 2024 untersucht und mit dem Vorjahr verglichen. Demnach ist die Anzahl der in Schieflage geratenen Hersteller und Händler ab einem Umsatz von mehr als zehn Millionen Euro im Jahr 2024 um 42 Prozent gesunken. In Zahlen mussten im letzten Jahr 19 Unternehmen Insolvenz anmelden, während es im Jahr zuvor noch 33 Unternehmen waren.
Zu den größten Insolvenzen des vergangenen Jahres zählen die Warenhauskonzerne Galeria Karstadt Kaufhof und die Kadewe-Gruppe, das Modeunternehmen Esprit, der Deko-Händler Depot (Gries Deco Company) und die Schuhmodekette Sinn.
„Den Verbraucher:innen fehlt derzeit das Vertrauen in die Zukunft und die Sorge um die Sicherheit des Arbeitsplatzes rückt in den Vordergrund. In der Folge sparen die Verbraucher und horten ihr Geld“, sagt Sebastian Wilde, Partner bei Falkensteg. An eine rasche Entspannung der Situation glaubt er nicht. „Die Turbulenzen werden also auch 2025 anhalten und Umsatzzuwächse, wenn überhaupt, nur gering ausfallen“, so Wilde. Er erwartet daher wieder einen leichten Anstieg der Insolvenzen im Modebereich und im Einzelhandel im einstelligen Bereich, weil die Situation der Verbraucher:innen noch einige Monate anhalten werde. Auch konjunkturelle Impulse aus der Politik könnten nach der Bundestagswahl frühestens Ende des Jahres greifen, so die Unternehmensberatung.