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Insolvenzverwalter: 30 von 41 Groschen-Märkten bleiben

Gute Nachrichten für den Großteil der Beschäftigten beim Schnäppchenhändler Groschen-Markt: Gespräche mit möglichen Geldgebern stehen laut dem Insolvenzverwalter „kurz vor dem Abschluss“. Dreiviertel der bestehenden 41 Filialen und die dortigen Arbeitsplätze sollen erhalten bleiben, wie eine Sprecherin des Insolvenzverwalters Olaf Spiekermann mitteilte. Groschen-Märkte gibt es demnach in Thüringen, Sachsen, Sachsen-Anhalt und Brandenburg.

Hinter den Märkten steht die DEC Handelsgesellschaft mbH. Das mehr als 30 Jahre alte Unternehmen mit Sitz im thüringischen Dingelstädt (Landkreis Eichsfeld) hatte Anfang Dezember vergangenen Jahres Antrag auf ein Insolvenzverfahren gestellt. Dies soll den Angaben nach voraussichtlich am 1. April am Amtsgericht Mühlhausen eröffnet werden.

Alter Markt, neues Konzept

Eigenen Angaben nach arbeiten 190 Menschen bei dem Unternehmen, rund 170 von ihnen in den Groschen-Markt-Filialen. Derzeit gebe es Gespräche mit drei „namhaften Investoren“, erklärte die Sprecherin. Nach aktuellem Stand sollen mehr als 30 Filialen erhalten bleiben können, hieß es.

Es könnten jedoch noch keine Markennamen oder Standorte genannt werden. Die drei Interessenten wollen die Filialen demnach jedoch unter ihrem eigenen Namen fortführen. Erst, wenn das Insolvenzverfahren eröffnet ist, könnten Verträge mit Investoren zum Kauf der Geschäftsbetriebe geschlossen werden. Weil die Geldgeber ihre eigenen Konzepte für die Standorte mitbringen, werde es nach Verfahrenseröffnung im April einen Ausverkauf in den Groschen-Märkten geben. Unter anderem Haushaltswaren, Deko- und Heimwerkerartikel sowie Schreibwaren gehören zum Sortiment.

Konsumzurückhaltung und veränderte Marktlage Grund für Insolvenz

„Wir bemühen uns um jeden Arbeitsplatz. Da Groschen Markt allerdings Mieter ist, bedarf es für die Zukunftslösung einer jeden Filiale der Zustimmung des jeweiligen Vermieters“, erklärte Spiekermann. Ein Gebot für den Erwerb aller Groschen Märkte oder für den Unternehmensnamen sei nicht eingegangen.

Als Grund für die finanzielle Schieflage des Unternehmens wurde im Dezember auf Konsumzurückhaltung bei Verbraucherinnen und Verbrauchern und den Strukturwandel im Einzelhandel verwiesen.

Eigenen Angaben nach hat die DEC Handelsgesellschaft mbH eine Gesamtverkaufsfläche von mehr als 35.000 Quadratmetern. Das Unternehmen bezieht die Waren über rund 240 Lieferanten aus dem In- und Ausland.


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