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Intersport: Laufen und Biken haben Potenzial - trotz Sparneigung

Von Regina Henkel

3. Juni 2020

Business

Wenige Wochen nach dem Re-Start hat der Intersport Verbund einen weiteren Pulse Check mit deutschen Konsumenten durchgeführt, um neue Potenziale und veränderte Kundenwünsche zu eruieren. Das Fazit: Trotz anhaltender Sparneigung haben Konsumenten Lust neue Sportarten auszuprobieren und wollen in diesem Jahr Urlaub in der Heimat machen. Das hilft den Outdooraktivitäten.

Laufen und Biken stehen ganz oben

Intersport hat wenige Wochen nachdem die Wirtschaft und das soziale Leben wieder hochgefahren sind, erneut bei 300 Sportartikelkäufern eine Kundenbefragung zum aktuellen Sport-, Freizeit und Einkaufsverhalten durchgeführt. Wichtig zu erfahren war, ob auch nach Ende des Shutdowns die Sportbegeisterung anhält. Der Intersport Pulse Check zeigt deutlich: Deutschland bleibt aktiv.

Mehr freie Zeit, sei es durch Kurzarbeit oder Restriktionen bei der bisherigen Freizeitgestaltung, wird nachweislich zum Ausprobieren oder Wiederentdecken neuer Sportarten genutzt. Mehr als die Hälfte der sportlich aktiven Menschen (52 Prozent) haben eine neue Sportart für sich entdeckt. Laufen (51 Prozent), Fahrrad fahren (35 Prozent) und neue Fitness-Workouts (31 Prozent) stehen dabei ganz oben auf der Liste der neu- oder wiederentdeckten Sportarten.

Affinität zu Sport bestimmt das Urlaubsverhalten im Sommer 2020

Die vermehrt sportlichen Aktivitäten scheinen auch Einfluss auf das Urlaubsverhalten zu haben. Trotz gelockerter Reisewarnungen und Grenzöffnungen planen die wenigsten Konsumenten in diesem Jahr Urlaub im Ausland. Lediglich 14 Prozent der Befragten geben an, 2020 noch eine Auslandsreise tätigen zu wollen. Die deutliche Mehrheit plant ihren Urlaub in Deutschland: Sei es im Garten, in Parks, an Seen, in den Bergen oder im Freien ganz allgemein.

Aktive Freizeitbeschäftigung treibt mehrheitlich das Interesse der Befragten – dies gilt insbesondere für sportliche Menschen. Man will in der Natur unterwegs sein, wandern oder mit dem Bike Ausflüge machen. Selbst weniger Sportbegeisterte wollen am Meer entspannen oder an umliegende Seen fahren. Knapp 70 Prozent der Befragten geben an, in den nächsten Monaten in Sport- und Freizeitartikel investieren zu wollen: Ganz oben auf der Einkaufsliste stehen entsprechend der neuen Bedarfe Running- und Fitnessausstattungen, knapp gefolgt von Bade-, Outdoor- und Bikeartikeln.

Schnäppchen gesucht – vor allem von Frauen

Fast jeder Zweite der Befragten sucht nach dem besten Preisleistungsverhältnis. Das zeigt die Preissensibilität bei bedarfsgetriebenen Käufen von Sport- und Freizeitartikeln, selbst bei sportbegeisterten Kunden. Zudem betonen 26 Prozent der Befragten, beim Kauf von Sportartikeln in diesem Jahr bewusst auf Sale-Phasen warten zu wollen. Diese „Schnäppchen-Orientierung“ im Corona-Jahr 2020 ist dabei bei Frauen (34 Prozent) nochmal deutlich stärker ausgeprägt als bei Männern (19 Prozent). Es gehe aber nicht nur um den Preis, auch Bedarf muss bestehen und die Qualität stimmen. „Hiermit wird deutlich, es geht nicht darum, möglichst billig einzukaufen, sondern im Fokus der Kaufentscheidungen steht das faire Preisleistungsverhältnis“, so die Autoren der Studie. „Ein guter Preis bedeutet aus Kundensicht nicht zwingend Dauer- oder Pauschalreduzierungen, aber attraktive Gesamtpakete, die Kunden auf die stationären Flächen im Sportfachhandel ziehen“, so die Studie weiter.

Foto: Vaude; Grafiken: Intersport