In Italien sind die Verbraucherpreise im Mai im Jahresvergleich erstmals seit dem Jahr 2016 gesunken. Der für europäische Zwecke erhobene Harmonisierte Verbraucherpreisindex (HVPI) fiel im Jahresvergleich um 0,2 Prozent, wie das Statistikamt Istat am Freitag in Rom laut einer ersten Schätzung mitteilte. Es ist der stärkste Rückgang seit Juli 2016. Volkswirte hatten mit einem Rückgang um 0,1 Prozent gerechnet. Im Vormonat hatte die Inflationsrate noch bei plus 0,1 Prozent gelegen.

Die Statistikbehörde weist darauf hin, dass die Erhebung der Daten für Mai inmitten der Corona-Krise erfolgte. So seien weiter Teile des Einzelhandels und des Dienstleistungssektors wegen der Maßnahmen im Kampf gegen die Ausbreitung des Virus geschlossen gewesen. Man habe aber auf viele verschiedene Quellen bei der Befragung zurückgreifen können, so dass der Effekt durch die Corona-Maßnahmen verringert worden sei.

Deutlich gefallen sind im Mai laut Istat die Energiepreise. Sie sackten um 12,2 Prozent zum Vorjahresmonat ab. Der Rückgang war noch stärker als im Vormonat, als sie um 7,6 Prozent gefallen waren. Die Kerinflationsrate (ohne Energie und Lebensmittel) lag im Mai bei 0,9 Prozent, nach 0,8 Prozent im Vormonat.

Im Vergleich zum Vormonat fielen die Preise im Mai ebenfalls um 0,2 Prozent zu. Hier war ein Rückgang um 0,1 Prozent erwartet worden. (dpa)

 

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