Italienische Herrenmode-Branche erwartet Umsatzrückgang um rund zwei Prozent für 2025
Laut Schätzungen des Wirtschafts- und Statistikbüros des Verbands Confindustria Moda musste die italienische Herrenmode-Branche im Jahr 2025 voraussichtlich einen Umsatzrückgang um 2,1 Prozent im Vergleich zum Vorjahr hinnehmen. Diese Prognosen basieren auf internen Erhebungen und der aktuellen makroökonomischen Entwicklung. Der Begriff Herrenmode umfasst hierbei Konfektion, Strickwaren, Hemden, Krawatten und Lederbekleidung.
Der Umsatz der italienischen Herrenmode würde sich 2025 demnach auf 11,2 Milliarden Euro belaufen. Dies entspricht 19,3 Prozent des Gesamtumsatzes der italienischen Textil- und Bekleidungsindustrie. Diese Daten wurden von den Organisator:innen der Pitti Uomo veröffentlicht. Die Menswear-Messe hat am Dienstag in Florenz ihre Tore geöffnet.
„Das Jahr 2025 hat in einem Umfeld begonnen, das für die Mode insgesamt und die italienische Herrenmode weiterhin von großer Unsicherheit geprägt war. Es fehlten konkrete Anzeichen für eine Erholung. Das internationale makroökonomische Umfeld blieb weiterhin von geopolitischen Spannungen, Marktinstabilität und protektionistischen Maßnahmen beeinflusst. Dies galt insbesondere für die USA“, heißt es in einer Mitteilung.
Den vorliegenden Daten zufolge ging der Produktionswert 2025 im Vergleich zum Vorjahr um 2,3 Prozent zurück, was das schwierige Umfeld widerspiegelte.
Im Laufe des Jahres erlebten die Verkäufe im Ausland eine Trendwende und rutschten wieder in den negativen Bereich. Für den Export wird derzeit ein Rückgang um 2,0 Prozent erwartet. Damit würde das Gesamtvolumen der Auslandsverkäufe auf rund 8,7 Milliarden Euro sinken. Der Anteil des Exports am Gesamtumsatz der Branche lag den vorliegenden Zahlen zufolge bei 77,2 Prozent, was die starke internationale Ausrichtung der italienischen Herrenmode unterstrich.
Bei den Importen wird für 2025 ein Wachstum um 2,8 Prozent prognostiziert. Der Gesamtwert würde sich damit auf rund 5,5 Milliarden Euro belaufen.
Angesichts dieser Entwicklung im Außenhandel wird ein Rückgang des Handelsbilanzüberschusses der Branche gegenüber 2024 erwartet. Er dürfte sich für das Gesamtjahr auf rund 3,2 Milliarden Euro belaufen.
Der Exporte sind in den ersten neun Monaten rückläufig
Im Zeitraum von Januar bis September 2025 verzeichneten die Auslandsverkäufe von Herrenmode „Made in Italy“ einen Rückgang um 2,5 Prozent auf 6,9 Milliarden Euro. Die Importe entwickelten sich entgegengesetzt. Sie stiegen um 3,2 Prozent und erreichten einen Wert von 5,0 Milliarden Euro.
Diese Entwicklungen wirkten sich auf die Handelsbilanz aus. Obwohl sie mit über 1,9 Milliarden Euro positiv blieb, fiel sie im Vergleich zum Vorjahr geringer aus. Der Rückgang betrug rund 330 Millionen Euro oder 14,6 Prozent im Vergleich zu den ersten neun Monaten 2024.
Die Daten spiegeln insgesamt eine recht volatile Entwicklung wider. Im ersten Quartal war eine andere Dynamik zu beobachten. Die Importe nahmen zu, während die Exporte zurückgingen. In den folgenden drei Monaten zeigten sich Anzeichen einer Abschwächung. Sowohl die Exporte als auch die Importe verzeichneten Rückgänge. Im dritten Quartal kehrte sich der Trend um. Nach Angaben des Wirtschafts- und Statistikbüros von Confindustria Moda erholten sich die Exporte und Importe und wiesen wieder positive Werte auf.
Geografisch betrachtet gibt es eine Divergenz zwischen den beiden Großregionen. Der EU-Binnenmarkt zeigte eine positive Dynamik mit einem Zuwachs von 2,6 Prozent. Die Exporte in Nicht-EU-Länder gingen hingegen um 6,9 Prozent zurück.
Trotz des Rückgangs blieb der Nicht-EU-Raum der Hauptabnehmer für italienische Herrenmode-Exporte. Auf ihn entfielen 51,3 Prozent des Gesamtvolumens, während der EU-Markt die restlichen 48,7 Prozent abdeckte. Auch bei den Importen entwickeln sich die beiden Makroregionen gegensätzlich. In den ersten neun Monaten 2025 sanken die Importe aus EU-Staaten um 4,4 Prozent. Die Importe aus Nicht-EU-Märkten verzeichneten hingegen einen zweistelligen Zuwachs um 10,1 Prozent.
Anteilsmäßig stammten 44,4 Prozent der nach Italien importierten Herrenmode aus Ländern der Europäischen Union. Die restlichen 55,6 Prozent kamen aus Nicht-EU-Märkten.
Unter den Exportmärkten blieb Frankreich das wichtigste Zielland für Herrenmode „Made in Italy“. Mit einem Wachstum um 3,4 Prozent auf 937 Millionen Euro und einem Anteil von 13,5 Prozent an den gesamten Branchenexporte festigte das Land seine Führungsposition. Deutschland belegte trotz eines Rückgangs um 3,5 Prozent auf 691 Millionen Euro mit einem Anteil von 10,0 Prozent Rang zwei. Die USA lagen weiterhin auf dem dritten Platz und verzeichneten einen Zuwachs von 4,0 Prozent auf 686 Millionen Euro. Ihr Anteil an den Gesamtexporten betrug 9,9 Prozent.
China behauptete trotz einer Konsolidierungsphase mit einem Rückgang von 16,7 Prozent den vierten Rang mit einem Wert von 469 Millionen Euro. Innerhalb Asiens stach Japan mit einem Wachstum um 4,6 Prozent hervor und bestätigte den achten Platz. Im Gegensatz dazu verzeichneten Hongkong und Südkorea Rückgänge um 6,8 Prozent beziehungsweise 18,9 Prozent. Die beiden Märkte fielen dadurch auf den zehnten beziehungsweise zwölften Platz zurück.
Zurück in Europa hielt Spanien dank eines Zuwachses von 5,1 Prozent den fünften Platz. Großbritannien verzeichnet hingegen einen Rückgang um 6,2 Prozent. Es folgte die Schweiz, ein traditionelles Logistik- und Handelszentrum für die wichtigsten Marken der Branche. Das Lannd zeigte allerdings weiterhin Schwäche und verzeichnet einen Rückgang um 13,7 Prozent.
Positiv entwickelten sich die Exporte in die Niederlande, die mit einem Zuwachs von 1,2 Prozent auf dem neunten Platz liegen. Wachstumssignale gab es auch aus Polen und den Vereinigten Arabischen Emiraten, die den elften beziehungsweise dreizehnten Platz belegten. Polen verzeichnete einen besonders dynamischen Anstieg um 26,1 Prozent, während die Emirate um 4,9 Prozent zulegten.
Die Gruppe der Hauptzielländer wurde von Österreich und der Türkei abgeschlossen. Beide hatten einen Anteil von jeweils unter 2,0 Prozent an den Gesamtexporten, wiesen aber eine positive Entwicklung auf.
Bei den Importen zeigten die drei wichtigsten Beschaffungsmärkte für Herrenmode in den ersten neun Monaten 2025 positive Entwicklungen. China bestätigte seine Position als Hauptlieferant mit einem Wert von 694 Millionen Euro. Dies entsprach einem Anstieg um 14,4 Prozent im Vergleich zum Vorjahreszeitraum. Der Anteil des Landes an den Gesamtimporten betrug 13,9 Prozent.
An zweiter Stelle lag Bangladesch mit 649 Millionen Euro und einem Wachstum um 16,1 Prozent. Das Land deckte damit 13,0 Prozent der Gesamtimporte ab. Auf dem dritten Platz folgte Spanien als erstes EU-Land in der Rangliste. Mit 413 Millionen Euro und einem Zuwachs von 9,6 Prozent steuerte es 8,3 Prozent des Gesamtvolumens bei.
Unter den weiteren EU-Lieferanten verzeichneten die Niederlande auf dem vierten Platz einen Zuwachs um 2,2 Prozent. Frankreich hingegen wies einen deutlichen Rückgang um 15,4 Prozent auf, wodurch der Anteil des Landes auf 6,9 Prozent sank. Ebenfalls rückläufig waren die Importe aus Rumänien mit einem leichten Minus von 0,8 Prozent und einem Anteil von 5,5 Prozent sowie Deutschland. Die Einfuhren aus Deutschland sanken um 22,4 Prozent und machten 4,2 Prozent der Gesamtimporte aus.
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